Renault-Motoren haben überlebt

Renault zitterte um die Motoren

Renault F1 Motor 2013 V8 Foto: Renault 28 Bilder

Romain Grosjean hatte Glück. Hätte der GP Indien zwei Runden länger gedauert, wäre der Franzose ausgefallen. Das pneumatische Ventilsystem schnappte nach Luft. Mark Webber dagegen blieb das Glück versagt. Immerhin hat sein Motor nach dem Lichtmaschinendefekt keinen Schaden genommen.

Für Renault war der GP Indien eine Zitterpartie. Romain Grosjean konnte erst bei der Zieldurchfahrt aufatmen. Sein Motor lief praktisch ohne Luft. Die Reserve in der Luftflasche, die den pneumatischen Ventiltrieb versorgt, war leer.

Renault-Ingenieur Remi Taffin erklärte: "Der Motor hat über den natürlichen Verlust über Dichtungen hinaus durch ein Leck an anderer Stelle Luft verloren. Und zwar so viel, dass in den letzten Runden die Reserveflasche angezapft werden musste. Es war exakt das gleiche Problem, das Romain in Singapur gestoppt hat. Bei der Zieldurchfahrt war keine Luft mehr drin."

Der Restdruck im System reichte gerade so aus, die Ventile zu öffnen und schließen. Das Minimum liegt ungefähr bei 15 Bar. Für Grosjean ging es um Platz 3. Da durfte sogar der Motor riskiert werden. "Er ist trotz des Schadens noch in Ordnung, wird aber aus dem Verkehr gezogen", berichtet Taffin. "Romain bekommt in Abu Dhabi einen neuen. Er hatte in diesem Jahr keine Motorprobleme und liegt deshalb gut mit seinem Kontingent."

Nur die Windungen brannten durch

Mark Webber hätte gerne das Glück, mit einem Defekt gerade noch über die Ziellinie zu rollen. Der Australier fiel in der 39. Runde mit einer schadhaften Lichtmaschine aus. Das weckt Erinnerungen an das vergangene Jahr. Da gingen bei Renault insgesamt sechs Lichtmaschinen ein. "Der Schaden von Mark hatte aber nichts mit den Vorfällen von 2012 zu tun", beeilt sich Taffin zu sagen. Die genaue Ursache ist bis jetzt unbekannt. Obwohl der Australier nach der ersten Warnung fast noch eine Runde lang weiterfuhr, brannten in der Lichtmaschine nur die Windungen durch. "Letztes Jahr war alles geschmolzen", vergleicht Taffin.

Seine Vermutung: "Entweder stammte die Lichtmaschine aus einer fehlerhaften Serie, oder es hat bei der Installation ein Problem gegeben." Der Motor überlebte das Lichtmaschinendrama. Das ist nicht selbstverständlich. Bei Renault geht der Antrieb des Alternators durch Ölpumpe und Wasserpumpe. Schmilzt die Lichtmaschine, können Metallteile das Motoröl kontaminieren.

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