Renaults Rezepte gegen Ferrari

Foto: Wolfgang Wilhelm 75 Bilder

Nach dem Katzenjammer über das Verbot des Massedämpfers gibt sich Renault-Teamchef Flavio Briatore wieder kämpferisch. Die Gelbblauen versuchen, den WM-Vorsprung mit neuer Technik und Hintergrundpolitik bei den letzten vier Rennen ins Ziel zu retten.

Der zweite Rang von Fernando Alonso in der Türkei täuscht nicht darüber hinweg, dass Renault eine weitere schwere Niederlage einstecken musste. Das zu Saisonbeginn so überlegene R26-Chassis hat seit fünf Rennen nicht mehr gewonnen. An mehreren Fronten arbeitet das Team an der Egalisierung des Rückstandes.

Um das Auto nach dem Verbot des bis zu zehn Kilo schweren Massendämpfers anzupassen, platzierten die Ingenieure zum Ausgleich ein festes Ballastgewicht in der Nase des Autos. Das Gewicht sitzt allerdings weit vorn, wo die Nase tiefer ist. Das ist günstiger für den Schwerpunkt. Chefingenieur Pat Symonds plant, die Gewichtsverteilung des hecklastigen Autos (daher die guten Starts) weiter nach vorn zu verschieben.

Der Massendämpfer schonte die Reifen, nun rüsteten die Michelin-Männer das Auto auf eine ältere, robustere Reifengeneration zurück. Schneller macht das den R26 nicht, aber weniger empfindlich. Fernando Alonso hatte in Istanbul kein Problem mit körnenden Reifen.

Stärkerer Motor für Alonso

In Monza erhält Fernando Alonso die D-Spezifikation des Renault-V8. Es ist die dritte Ausbaustufe in dieser Saison. Dazu feilt man an der Aerodynamik und vor allem am Fahrwerk, um nach dem Massedämpfer-Verbot die Reifen wieder optimal zu nutzen.

Ferraris Problem: Das Testverbot ist vorbei. In den vergangenen Wochen musste Symonds Truppe die Weiterentwicklung auf Prüfständen betreiben. "Was ohne Testfahrten schwierig ist", sagt der Engländer. Renault hat ab Dienstag (29.8.) vier Tage Gelegenheit, sich auf Monza vorzubereiten. Auch Michelin hat die Chance, den Rückstand auf Bridgestone zu minimieren. Fernando Alonso sagt: "Mit einer aerodynamischen Änderung gewinnst du eine Zehntel, mit einem neuen Reifen vielleicht eine halbe Sekunde."

Renault bereitet Protest vor

Zudem glaubt Flavio Briatore, noch ein ganz anderes Ass im Ärmel zu haben. Der Italiener bereitet eine Protestnote gegen die Konkurrenz vor, gibt sich aber geheminisvoll, um was es konkret dabei geht.

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