Felipe Massa - Formel 1 - GP Monaco - 26. Mai 2013 Wolfgang Wilhelm
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Rennanalyse GP Monaco 2013

Kimi flucht, Massa verflucht

In unserer Rennanalyse erklären wir Ihnen, warum Felipe Massa ein Déjà-vu in Saint-Devote erlebte, wieso Lewis Hamilton zurückfiel und wie Kimi Räikkönen sich wieder nach vorne arbeitete.

Wieso war Lewis Hamilton nach dem ersten Stopp plötzlich hinter den Red Bull?

Am Anfang des Rennens sah alles nach einem Mercedes-Doppelsieg aus. Nico Rosberg und Lewis Hamilton übernahmen nach dem Start die Führung. Doch der Silberpfeil-D-Zug an der Spitze sollte nicht lange währen. Als Felipe Massa in Runde 28 in Sainte-Devote in die Mauer flog, reagierten die Red Bull-Piloten in der Gelbphase sofort und kamen an die Box. Mercedes folgte erst im nächsten Umlauf, als das Safety Car bereits auf der Strecke war. Das war zunächst kein Nachteil für die Silberpfeil-Piloten.

Doch Lewis Hamilton verlor auf der Runde Zeit, in der er an die Box kommen sollte. Das Team gab über Funk durch, dass er etwas langsamer machen soll, allerdings nicht so langsam. Als er wieder auf die Strecke ging, waren die beiden Red Bull bereits durchgeschlupft.

"Das war heute mein Fehler", entschuldigte sich Hamilton. "Das Team hat mir gesagt, ich solle zu Nico vor dem Boxenstopp ungefähr sechs Sekunden Abstand halten. Aber es waren mehr als sechs Sekunden. Deshalb habe ich da massiv verloren. Ich muss härter arbeiten. Ich war dieses Wochenende einfach nicht gut genug." Ross Brawn ist sich sicher, dass sein Schützling sonst auf dem Podium gelandet wäre. "Für ihn ist eben noch vieles neu im Team."

Warum flog Felipe Massa schon wieder vor der Sainte-Devote ab?

Es wirkte wie Déjà-vu. Wie im Abschlusstraining am Samstagvormittag rodelte Felipe Massa am Ende der Zielgeraden von der Strecke und krachte in der Sainte-Devote in die Mauer. Weil der Schaden zu groß war, verpasste Massa das Qualifying. Im Rennen sahen die Szenen genauso aus. Während der Brasilianer am Samstag aber zugab, dass er einen Fahrfehler machte, lag die Sache am Sonntag anders.

"Der Unfall heute sah ziemlich ähnlich aus wie der im dritten Training, aber die zwei Vorfälle waren sehr unterschiedlich. Anders als gestern, scheint der Unfall heute einem Problem vorne links zuzuschreiben zu sein", sagte Ferrari-Technikchef Pat Fry. Nach einer ersten Analyse kam heraus, dass der Querlenker vorne links gebrochen war. Massa musste nach dem Einschlag noch ins Krankenhaus. "Ich bin in Ordnung. Ich habe nur leichte Schmerzen im Nacken."

Wie schaffte es Räikkönen nach der Kollision mit Sergio Perez und dem Boxenstopp wieder so weit nach vorne?

Kimi Räikkönen stand in Monaco auf Kriegsfuß mit Sergio Perez. "Warum soll ich mit diesem Mann überhaupt reden? Vielleicht sollte ich ihm aufs Maul hauen", sagte der Iceman gewohnt gerade heraus. Der Finne lag auf dem fünften Platz, als er vom McLaren-Pilot in der Hafenschikane getroffen wurde. Der Schaden war so groß, dass er in die Box kommen musste. Dort ließ er neue Supersoft-Reifen aufziehen und blies zur Attacke. In den letzten zwei Runden schnappte sich Räikkönen noch drei Autos: Valtteri Bottas, Esteban Gutierrez und Nico Hülkenberg.

Wie viel Zeit ging Nico Rosberg durch das Safety Car verloren?

Nico Rosberg war zwar das ganze Rennen über in Führung, musste sich den ersten Platz aber immer wieder neu verdienen. Bei der ersten Safety Car-Phase nach Felipe Massas Unfall gingen dem Mercedes-Pilot 4,9 Sekunden Vorsprung durch die Neutralisierung verloren. Vor der Unterbrechung des Rennens hatte der Wahlmonegasse 2,4 Sekunden Vorsprung auf Sebastian Vettel herausgefahren. Bei der letzten Safety Car-Phase nach dem Grosjean-Unfall musste Rosberg ein Polster von 4,5 Sekunden herschenken.

Besonders herausfordernd war der Restart mit der härteren Reifenmischung nach der ersten Safety Car-Phase. "Da war es nicht einfach, die Reifen auf Temperatur zu bekommen", meinte Rosberg. "Mit der härteren Mischung war es am schwierigsten, denn die waren sehr kalt."

In unserer Galerie haben wir noch einmal die besten Bilder des Rennens.

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