Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Australien - 13. März 2015 xpb
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Ricciardo diplomatisch im Red-Bull-Renault-Streit

"Es gibt ein paar Spannungen"

Daniel Ricciardo hat sich mit einer diplomatischen Antwort zu den Streitigkeiten zwischen Red Bull und Motorenpartner Renault geäußert. Beim GP Malaysia will er einen Schritt nach vorne machen.

Daniel Ricciardo scheint sich nicht so schnell die Laune verderben zu lassen. Oder zumindest kann ihm nichts sein Lächeln aus dem Gesicht wischen. Auch nicht die Querelen zwischen seinem Arbeitgeber Red Bull und Motorenpartner Renault.

Ricciardo sieht Mercedes in allen Bereichen voraus

Nach dem enttäuschenden Abschneiden beim Auftaktrennen in Melbourne flogen die Giftpfeile aus Milton Keynes nach Viry-Châtillon. Der Renault-Motor sei zu schwach, unzuverlässig und dazu unfahrbar. Allein der V6-Turbo würde Red Bull eine Sekunde kosten, so der Tenor aus dem Red Bull-Lager. In der Zwischenzeit haben die Franzosen scharf zurückgeschossen. Renault-F1-Geschäftsführer Cyril Abiteboul bezeichnete Red Bull-Technikguru Adrian Newey gar als Lügner.

"Es gibt ein paar Spannungen, aber die Stimmung an sich ist im Team gut", äußert sich Ricciardo diplomatisch mit einem Lächeln. "Es hat sich ein wenig Frustration breit gemacht. Dieses Team hat vier Weltmeisterschaften in Serie gewonnen. Natürlich wollten wir einen besseren Start hinlegen als Platz sechs. Daher ist Kritik auch angebracht. Aber nur konstruktive."

Ricciardo lässt sich nicht in die Irre führen. Er glaubt, dass Red Bull selbst bei einem stärkeren Motor hinter Mercedes herhinken würde. "Ich möchte niemanden mit Mercedes vergleichen. Weder vom Motor her noch vom Chassis. Sie sind in einer anderen Kategorie. Ich denke aber, dass wir von der Chassis-Seite zumindest auf dem Level von Williams und Ferrari sind."

Leistungsentfaltung des Renault-V6 nicht linear

Das Hauptproblem, betont Ricciardo, sei die undurchsichtige Leistungsentfaltung der Powereinheit. "Sie ist nicht linear. Ich trete aufs Gas und plötzlich kommt mit einem Schub die ganze Kraft. Das lässt sich schwer kontrollieren und zwingt uns zu Anpassungen am Setup."

Für den GP Malaysia macht sich der Australier Hoffnung auf leichte Besserung. "Ich denke, dass wir hier einen Schritt nach vorne machen. So sieht es zumindest nach der heutigen Teambesprechung aus."

Eine neue Kurznase, wie anderorts berichtet, wird bei Red Bull in Sepang nicht angeschraubt. Dazu hätte es eines Crashtests bedürft, allerdings meldete der Rennstall keine Tests bei der FIA an. Ricciardo will daher am bestehenden Paket optimieren. Und wieder auf das Niveau kommen, das Red Bull in der letzten Barcelona-Testwoche zeigte, wo der RB11 besonders auf den Dauerläufen konkurrenzfähig war.

Ricciardo von Sauber überrascht

"Manchmal muss man einen Schritt zurückmachen, um dann zwei vorzugehen. Wenn wir das Paket wie beim Test in Barcelona hinbekommen, sieht es wesentlich besser aus. Vor allem im Longrun. Auf eine Runde fehlt uns glaube ich noch der Speed. In Australien lag ich in Q3 trotz einer guten Runde mehr als eine halbe Sekunde hinter Williams und Ferrari", berichtet der dreifache GP-Sieger.

Die beiden Teams will der Australier auf kurz oder lang attackieren - und überholen. "Vielleicht können wir hier auf dem Niveau von Ferrari und Williams sein. Aber wahrscheinlich eher nicht. Wir wollen aber zumindest innerhalb einer halben Sekunde liegen."

Allerdings schaut der Red Bull-Pilot auch in andere Richtungen. Zum Beispiel auf Sauber. "Sie waren in Melbourne ehrlich gesagt besser, als ich erwartet hatte. Ich dachte, Nasr könne seine Leistung über den Run nicht halten, und seine Reifen würden irgendwann einbrechen. Aber dem war nicht so."

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