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Ricciardo glaubt an Red Bull-Zukunft

Zu jung, um ein Jahr auszusetzen

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Singapur - 18. September 2015 Foto: xpb 44 Bilder

Daniel Ricciardo hat seine besten Siegchancen in Budapest und Singapur knapp verpasst. Suzuka könnte seine drittbeste werden. Weil der Red Bull in den Kurven fliegen wird. Das Schreckensszenario, das Red Bull 2016 ohne Motoren dasteht, verdrängt er: "Ich bin zu jung, um ein Jahr auszusetzen."

24.09.2015 Michael Schmidt

Daniel Ricciardo ist ein positiv denkender Mensch. Das Lachen ist sein Markenzeichen. Der Australier hat die Krise zu Saisonbeginn gut gemeistert. Und er gewinnt jetzt langsam wieder Vertrauen in sein Auto. "Am Anfang des Jahres fühlte ich mich nicht wirklich mit dem Auto verbunden. Das ist jetzt anders. Das Vertrauen kehrt zurück. Der RB11 ist berechenbarer, viel stabiler auf der Bremse."

Seit Red Bull sein Auto zum Laufen gebracht hat, stand Ricciardo zwei Mal auf dem Podium. Dritter in Budapest, Zweiter in Singapur. In beiden Fällen hatte er sogar eine kleine Siegchance. Der WM-Dritte des Vorjahres betrachtet die Platzierungen aber nicht als verlorene Siege."Es hätte klappen können, aber es gab Gründe, warum es nicht geklappt hat. Der Speed war da."

"Sollten Williams schlagen und mit Ferrari kämpfen"

Wenn Budapest und Singapur die beiden besten Gelegenheiten waren, in diesem Jahr ein Rennen zu gewinnen, dann ist Suzuka die drittbeste. Trotz der beiden langen Geraden, von denen eine bergauf führt. "Ich denke, wir können im ersten Sektor und zwischen der Haarnadel und Spoon-Kurve einiges von dem Defizit wieder wettmachen."

Ricciardo erwartet Mercedes zurück zu alter Stärke, wenn auch "mit einem kleinen Fragezeichen" versehen. "Wir sollten aber in der Lage sein, Williams zu schlagen und mit Ferrari zu kämpfen." Obwohl man bei Red Bull glaubt, dass der Ferrari-Motor 60 PS mehr abgibt als die Antriebseinheit von Renault.

Ferrari könnte der Motor sein, den Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat im nächsten Jahr fahren werden. Red Bull hat seine Taktik geändert. Statt großem Trommelwirbel in der Öffentlichkeit wird jetzt in Ruhe mit Maranello verhandelt. "Ich vertraue Helmut Marko und Christian Horner, dass sie die Sache gut für uns hinbiegen", hofft der ewige Optimist Ricciardo. Und wenn nicht? "Das will ich jetzt gar nicht an mich heranlassen. Dazu ist immer noch im Dezember Zeit. Ich bin einfach noch zu jung, um ein Jahr auszusetzen."

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