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Robert Kubica - Formel 1 - 2018
Robert Kubica & George Russell - Formel 1 - 2018
Robert Kubica - Fans - F1-Test - Budapest - 1. August 2018
Robert Kubica - GP Singapur 2018
Robert Kubica - Williams - F1-Test - Budapest - 1. August 2018 31 Bilder

Ferrari als Option für Kubica

Williams-Cockpit oder Ferrari-Simulator?

Robert Kubica steht bei Williams auf einer Liste von vier Fahrern für das zweite Cockpit neben George Russell. Der Pole erwartet in den nächsten zwei Wochen eine Entscheidung. Sonst könnte Kubica Simulator- und Testfahrer bei Ferrari werden.

Williams hat noch ein Cockpit zu vergeben. Das erste ging an den angehenden Formel-2-Meister George Russell. Der 20-jährige Engländer unterschrieb vor dem GP USA einen mehrjährigen Vertrag mit dem britischen Rennstall. Seither läuft der schlaksige Mercedes-Junior bereits in Williams-Uniform durch das Fahrerlager.

Für das zweite Auto gibt es eine Liste von vier bis fünf Kandidaten. Drauf stehen sollen Esteban Ocon, Robert Kubica, Sergey Sirotkin, Nyck de Vries und angeblich auch Esteban Gutierrez. Teamchef Claire Williams hat klar gemacht, dass sie für das zweite Cockpit eine Finanzierung sucht.

Ocon kann persönlich nichts mitbringen. Mercedes müsste schon einen signifikanten Preisnachlass beim Motor gewähren. Toto Wolff sieht die Chancen dafür eher gering. „Die Entscheidung liegt nicht in unserer Hand. Wir bereiten uns auch auf ein Jahr ohne Rennen vor. 2020 sitzt Esteban wieder in einem guten Auto. Es gibt viele gute Optionen.“

Weder Lückenbüßer noch Paydriver

Robert Kubica - GP Singapur 2018
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In Singapur schlüpfte Kubica zuletzt in den Williams-Overall.

Robert Kubica hat ein Jahr lang bei Williams als Testfahrer, Simulatorfahrer, Beobachter und Feedback-Geber für die Ingenieure bei Williams seine Visitenkarte hinterlassen. Jetzt würde der 33-jährige Pole gerne den nächsten Schritt tun. „Es wäre schön, nächstes Jahr Rennen fahren zu können. Aber das Comeback muss auch passen. Ich will nichts erzwingen. Es soll die Belohnung für eine lange Reise sein. Dazu muss die Umgebung stimmen und die Leute, mit denen ich arbeite.“

Kubica bezieht diese Forderung nicht nur auf die Formel 1. „Ich schließe nicht aus, dass ich nächstes Jahr Rennen fahre, aber auch nicht, dass ich etwas anderes tue. Und ich bin zuversichtlich, dass ich auf die eine wie die andere Art etwas finde, das mich ausfüllt und das mir gefällt. Auch außerhalb der Formel 1.“

Der Mann aus Krakau, der schon durch so viele harte Zeiten gegangen ist, will kein Lückenbüßer oder ein Paydriver sein, der nur des Geldes wegen genommen wird. „Es ist kein Geheimnis, dass Williams sich nach Partnern umschaut, um den Platz von Lance zu füllen. Mit George Russell haben sie einen guten Wurf gelandet. Es hängt jetzt davon ab, was Williams von dem zweiten Fahrer verlangt. Ich kann ihnen nur helfen, wenn sie das gleiche Ziel haben wie ich. Es muss das erfüllen, was ich ihnen bieten kann.“

Traum vom Test im roten Overall

Nach dem Geschmack von Kubica sollte diese Entscheidung längst gefallen sein. „Wir sind schon spät dran. Am liebsten hätte ich es gestern gewusst. Ich erwarte aber, dass es in weniger als zwei Wochen Klarheit gibt.“ Claire Williams hörte sich zuletzt anders an. Sie sei auf der Suche nach Geldgebern, und das könne Zeit in Anspruch nehmen. Wichtig sei, die beste Lösung für das Team zu finden.

Kubica kann möglicherweise nicht so lange warten. Der Montreal-Sieger von 2008 hat Optionen. Und eine soll ein Job als Test- und Simulatorfahrer bei Ferrari sein. Kubica lacht vielsagend: „Vielleicht. Ich schaue mich um, und es gibt Gespräche.“

Dann verrät der Vollblutrennfahrer, der im Februar 2011 durch einen schweren Rallyeunfall aus seiner Karriere gerissen wurde: „Wenn es die Chance gibt, und sei es auch nur für einen kurzen Test einen roten Overall zu tragen, dann würde für mich einer der größten Träume meines Lebens wahr. Ich war schon einmal nah dran, habe es aber wegen meines Rallye-Unfalls nicht erreicht. Ich sage nicht, dass es passiert, aber wenn es eine Chance gibt, dann denke ich bestimmt darüber nach.“

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