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Robert Kubica nach Renault-Test

"Bin nicht 100 Prozent happy"

Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Test - Ungarn - Budapest - 1. August 2017 Foto: sutton-images.com 79 Bilder

Robert Kubica durfte in Ungarn erstmals ein aktuelles F1-Auto testen. Das Gesamtfazit fiel positiv aus. Doch der Pole äußerte sich anschließend nicht ganz zufrieden – was nicht nur an seiner kleinen Kollision mit der Box in der Früh lag.

03.08.2017 Tobias Grüner 1 Kommentar
Wie hat es sich im Auto angefühlt heute?

Kubica: Das war schon ein kleiner Schock in der Früh. Alles war so anders, als bei den Tests zuvor. Das Auto ist nicht mit dem 2012er Renault zu vergleichen, den ich zuvor gefahren bin. Aber am Ende war es richtig gut. Ich habe mich deutlich wohler im Cockpit gefühlt. Insgesamt war es ein guter Tag.

Wie haben Sie sich auf den Test vorbereitet?

Kubica: Ich wollte eigentlich alles so wie immer machen. Aber heute war es doch etwas Besonderes. Die Aufmerksamkeit der Fans und Medien war riesig. Das hatte ich natürlich immer im Hinterkopf. Wenn so viele Leute da sind, dann erhöht das zwar nicht den Druck, aber es ist doch etwas anderes, als wenn man alleine testet. Und dann passiert mir einer der dümmsten Fehler aller Zeiten, als ich aus der Garage gefahren bin. Das war so peinlich. Ich war so darauf konzentriert, niemanden über den Haufen zu fahren, dass ich ganz vergessen habe, dass die Autos länger und breiter geworden sind. Und die Boxen hier in Ungarn sind leider sehr eng. Das war nicht gerade der beste Start in den Tag. Aber das blieb zum Glück der einzige Fehler heute.

Haben Sie geglaubt, dass so etwas möglich ist?

Kubica: Wenn mir vor drei oder vier Monaten jemand gesagt hätte, dass ich hier einen offiziellen Testtag in Ungarn absolviere, dann hätte ich das nie geglaubt. Da muss ich ein großes Dankeschön an Renault loswerden.

Wie fällt das Gesamtfazit aus?

Kubica: Es war ein produktiver Tag, besonders natürlich für mich, aber ich glaube auch für das Team. Wir haben viele Dinge getestet. Uns hat am Ende nur ein Run gefehlt, weil die Sitzung unterbrochen war. Aber sonst lief es eigentlich perfekt. Es war sehr heiß. Ich war gut beschäftigt im Cockpit. Die Reifen sind schnell. Dieses Auto ist nicht vergleichbar mit den Autos, die ich zuletzt getestet habe. Da braucht man immer ein bisschen Zeit, bis man sich daran gewöhnt. Das ist mir eigentlich ganz gut gelungen. Die Lernkurve war steil. Aber man will als Fahrer natürlich immer noch ein Stückchen mehr. Wir müssen das aber realistisch einordnen. Es war nicht leicht heute, deshalb fällt das Gesamtfazit auch positiv aus.

Wie haben Sie die körperliche Belastung ausgehalten? Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Budapest - Test - 2. August 2017 Budapest F1-Test (Tag 2) Kubica schnell und konstant

Kubica: Wir wissen, dass Ungarn zu den physisch anspruchsvollsten Strecken zählt. Nico (Hülkenberg) hat es ja auch schon vorher gesagt: Wenn ich das Programm hier durchhalte, dann kann ich auf allen Strecken Rennen fahren. Es war ein hartes Stück Arbeit, was für alle Fahrer gilt, die heute unterwegs waren. Ich möchte gar nicht verschweigen, dass es nicht ganz leicht war da draußen. Aber ich habe mehr als 140 Runden absolviert und könnte morgen direkt wieder ohne Probleme ins Auto steigen. Weil so viele Dinge gleichzeitig abliefen, fühlt sich mein Kopf im Moment ausgelaugter an als mein Körper. Mein Fitness-Level ist also gut. Natürlich kann man sich auch da immer noch verbessern. Aber wenn man mir vor 3 Monaten gesagt hätte, dass ich hier locker 140 Runden unter diesen Bedingungen mit diesen extremen Autos abspulen kann, dann hätte ich das direkt unterschrieben.

Haben Sie die Fans auf der Tribüne gehört?

Kubica: Denen muss ich wirklich mal einen Dank dafür aussprechen, dass sie hergekommen sind. Das war wirklich beeindruckend, wie viele Leute gekommen sind. Es hätten sogar noch mehr sein können, weil gerade Ferien sind und der Test so kurzfristig angesetzt wurde. Ich habe im Cockpit natürlich nicht alle Anfeuerungen gehört. Aber ich habe mitbekommen, dass sie „Merci Renault“ gesungen haben. Das zeigt, welchen Respekt die polnischen Fans auch vor diesem Team haben. Das macht mich stolz auf meine Fans. Es zeigt, dass sie verstehen, dass es eine große Sache ist – nicht nur heute sondern auch in den letzten beiden Monaten.

Sind Sie insgesamt zufrieden, wie der Tag gelaufen ist?

Kubica: Ich bin schon einigermaßen zufrieden, aber nicht 100 Prozent happy. Ich bin um kurz vor 9 Uhr in der Früh ins Cockpit eingestiegen und erst zur Mittagspause um 13 Uhr durfte ich wieder aussteigen. Ich hatte gar nicht groß Zeit, darüber nachzudenken, was gerade abgeht und was ich anders machen könnte. Ich habe nur Informationen und Gefühle gesammelt, konnte sie aber nicht verarbeiten. Das hat sich erst in der Mittagspause geändert. Als ich danach wieder eingestiegen bin, war ich plötzlich ein anderer Fahrer. Ich habe mich viel wohler im Auto gefühlt. Das war auch eines meiner Ziele heute, dass ich mich schnell an das neue Auto gewöhne. Viele Leute denken, dass man sich nur verbessern kann, wenn man viele Kilometer fährt. Aber man wird auch schneller, wenn man drüber nachdenkt, in welchen Bereichen sich noch etwas verbessern lässt. Ich würde gerne morgen nochmal ins Auto steigen – und wenn es auch nur 10 Runden sind. Ich bin mir sicher, dass das Gefühl ganz anders wäre als heute früh.

Was sagst Sie generell zu den 2017er Autos?

Kubica: Die gefallen mir schon. Aber es war alles neu und das war eine große Herausforderung. Wir hatten einen vollen Testplan. Da konnte ich mir keine Pausen erlauben. Ich habe mich vor allem darauf konzentriert, konstante Runden abzuspulen und dem Team gutes Feedback zu liefern. Um sich richtig mit dem Auto vertraut zu machen, benötigt man aber noch mehr Zeit.

Wie hat es sich denn angefühlt, wieder zurück ins Fahrerlager zu kommen?

Kubica: Ich war sechs Jahre lang weg. Mich hatten in der Zwischenzeit schon viele Leute eingeladen, mal zurückzukommen. Aber ich wollte das nur machen, wenn ich wieder ein Fahrer bin. Da kann ich wirklich stolz drauf sein. Heute ist so viel abgegangen, dass ich das noch gar nicht realisiert habe. Ich konnte das auch nicht richtig genießen. Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber wenn ich später im Hotel oder zuhause bin und etwas Zeit habe darüber nachzudenken, dann werde ich ein Lächeln im Gesicht tragen.

Feiern Sie auch ein wenig?

Kubica: Nein, so etwas mache ich nicht. Ich habe nicht einmal gefeiert, als ich damals in Kanada gewonnen habe. Ich freue mich mehr nach innen, als dass ich es nach außen zeige.

Und wie geht es jetzt weiter?

Kubica: Ich denke noch gar nicht über die Zukunft nach. Auf meinem Plan steht momentan nur der Flug morgen früh nach Hause. Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Natürlich hätte ich gerne noch mehr Möglichkeiten. Aber da muss man realistisch sein. Wir müssen einfach abwarten.

Neuester Kommentar

Wirklich schön zu hören, dass es ihm gefallen hat.
Ich denke, da wird Renault doch jetzt auch anderweitig versuchen ein bisschen Platz zu machen. Es muss ja nicht immer Sirotkin freitags ran, wenn man nicht will, dass Palmer das Auto schrottet.

Pändabar 3. August 2017, 23:45 Uhr
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