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Jerez F1-Test Tag 3
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Formel 1: Robert Kubicas Testanalyse

Neuer Renault R30 mit großem Arbeitsfenster

Robert Kubica bewertet die Testergebnisse mit Vorsicht. Sein neuer Renault R30 kommt zwar langsam in Schwung, doch die Aussagekraft der Zeiten ist laut Kubica gering. Wer heute König ist, kann morgen Bettler sein.

Robert Kubica beendete den letzten Testtag von Jerez auf Platz vier. Mit 1.20,358 war der Renault-Pilot eine Zeit im vorderen Mittelfeld gefahren. Doch Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes war mit 1.19,583 Minuten unter ähnlichen Bedingungen um acht Zehntel schneller.

Fortschritte mit dem Renault R30

Acht Zehntel Abstand zu einem Top-Favoriten sind kein Beinbruch. Kubica hakte die Testwoche in Jerez zufrieden ab. "Jeden Tag fühlt sich das Auto besser an. Das zeigt mir, dass wir in die richtige Richtung arbeiten." Das größte Übel bis jetzt: "Wir stressen die Vorderreifen zu sehr, aber wir arbeiten daran."

Insgesamt dreht der ehemalige BMW-Pilot 188 Runden an zwei Tagen. Im Gegensatz zu Kollege Vitaly Petrov erwischte Kubica die beiden trockenen Tage. "Ich habe jetzt ein gutes Bild, was das Auto in Bezug auf das Setup mag und was nicht. In einigen Dingen reagiert es anders, als ich das von BMW gewohnt war." Zum Beispiel? "Letztes Jahr war das Abstimmungsfenster sehr klein. Wenn du rausgefallen bist, warst du nirgendwo. Bei unserem Renault ist das Setup-Fenster drei Mal so groß."

Testfahrten ohne Aussagekraft

Ansonsten geht der Pole nach der Taktik vor: weder links noch rechts schauen. "Ich konzentriere mich auf mich selbst. Die ersten Testfahrten sagen gar nichts. Du machst dich nur verrückt, wenn du die Zeiten der anderen vergleichst." Vermutlich werden erst die ersten Rennen zeigen, wohin die Reise geht.

"Du kannst heute König sein und dann, wenn es los geht Bettler. Und das kann wie in den Vorjahren von Team zu Team und von Strecke zu Strecke verschieden sein. Ich glaube, jedes Rennen wird eine andere Hackordnung zeigen. Und jedes Rennen wird andere Anforderungen stellen. Bei einem wird Spritsparen wichtiger sein, beim anderen Reifen schonen."

Immerhin haben die ersten Kilometer mit dem neuen Auto schon das Hauptproblem aufgezeigt, mit dem alle in diesem Jahr zu kämpfen haben werden. "Du fährst mit fast null Benzin im Tank die Qualifikation, und 24 Stunden später hast du 150 Kilogramm Sprit an Bord. Das sind zwei unterschiedliche Autos, die eigentlich total unterschiedliche Setups verlangen. In den ersten Runden wird es entscheidend sein, den besten Weg zu finden, wie man einerseits die Reifen arbeiten lässt, sie andererseits aber nicht überbeansprucht." Kubica glaubt, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, "wer für alle Spritladungen den größten nutzbaren Arbeitsbereich findet."

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