Kubica über seine Verletzung

"Werde nie mehr 100 Prozent erreichen"

Robert Kubica 2012 Foto: xpb 25 Bilder

Robert Kubica hat erstmals ausführlich über seine Verletzung gesprochen. Er gibt zu, dass er momentan noch nicht bereit für ein Formel 1-Comeback ist. Der Pole will seinen Traum aber nicht aufgeben.

Robert Kubica wird am Donnerstag (24.1.2013) in Valencia erstmals nach seiner Verletzung wieder auf der Rundstrecke testen. In Valencia gibt der ehemalige Sauber- und Renault-Pilot sein Debüt in einem DTM Mercedes. Nach den ersten Rallye-Einsätzen im Herbst und Winter ist der DTM-Test allerdings nur ein weiterer Schritt zu seinem großen Ziel - das Formel 1-Comeback.

Mercedes-Motorsport-Chef Toto Wolff hatte anlässlich des DTM-Tests bereits verraten, dass Kubica aktuell noch nicht in der Lage ist, einen Formel-Renner zu pilotieren. In einem Interview mit dem britischen Magazin F1 Racing erklärt der 28-Jährige, was ihn noch hindert.

Kubica fehlen noch Kraft und Beweglichkeit

"Mir fehlt noch Kraft im Arm, aber wenn das mein einziges Problem wäre, ließe sich das mit zwei Monaten Training beseitigen", erklärt der Pole. "Das größere Problem ist die eingeschränkte Beweglichkeit im Arm um die Rotationsachse und die limitierte Funktion der Finger. Es ist aber nicht so schlimm, wie es aussieht."

Trotz der immer noch deutlich sicht- und spürbaren Folgen zwei Jahre nach seinem Rallye-Unfall bleibt der Krakauer positiv gestimmt. "Nerven brauchen viel Zeit zum Heilen. Ich spüre immer noch Fortschritte, auch wenn sie nur langsam kommen. Ich bin sicher dass es - wenn nicht ganz geheilt - wenigstens kein großes Problem mehr sein wird."

Neue Belastungsprobe für Kubica

Der DTM-Test wird eine neue Belastungsprobe für Kubica. Rallye-Autos haben deutlich weniger Abtrieb und produzieren damit geringere Fliehkräfte als die flügelbespickten Karbon-Tourenwagen auf asphaltierten Rundstrecken. Der Rekonvaleszent hofft, dass ihn der Einsatz genauso weiterbringen wird wie die Rallye-Einsätze.

Einen Zeitplan für das Formel 1-Comeback gibt es nicht. Der Wille ist allerdings ungebrochen. "Ich glaube immer noch dran, dass ich zurückkommen kann. Es ist nicht einfach nur ein Traum." Tag für Tag gehe es voran. Dass sein Speed nach der langen Pause ein Problem sein könnte, glaubt der schnelle Pole nicht.

Formel 1-Comeback mit 80 Prozent

Sobald es nur irgendwie geht, will er zurück ins Formel-Auto - auch wenn der Körper noch nicht ganz bereit ist. "Beim Fahren bin ich so konzentriert, da vergesse ich die Einschränkungen meines Körpers. Mit den Verletzungen werde ich wohl nie wieder 100 Prozent von dem erreichen, was ich vorher hatte. Aber wenn die Beweglichkeit im Arm zu 80 Prozent wieder hergestellt ist, dann würde ich das Formel 1-Comeback wagen."

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