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Romain Grosjean

Lotus bei Nässe besser als 2012

Romain Grosjean - Lotus -  Formel 1 - Test - Barcelona - 22.Februar 2013 Foto: Lotus 40 Bilder

Im Vorjahr war Lotus vor allem bei heißen Temperaturen und trockener Piste schnell. Am letzten Testtag von Barcelona herrschten genau entgegengesetzte Bedingungen. Trotzdem zeigte sich Romain Grosjean anschließend zufrieden. Das Auto liegt besser im Regen.

22.02.2013 Tobias Grüner

Eigentlich wollte man bei Lotus am Freitag neue Aerodynamik-Teile testen. Doch dann brach der große Winter über Katalonien herein: Regen, Sturm und Temperaturen kaum über der Fünf-Grad-Marke. "Es war wirklich verdammt kalt da draußen", lautete das Tagesfazit von Romain Grosjean am Abend.

Lotus kommt Regentest gelegen

Das Programm des Franzosen wurde auf 41 Runden zusammengekürzt. Die geplanten Aero-Tests verschob man auf kommende Woche. "Es war aber nicht schlecht, dass wir das neue Auto auch mal im Regen ausprobieren konnten. Im vergangenen Jahr war es immer nur trocken und niemand wusste, was ihn bei feuchten Bedingungen erwartet", sieht Grosjean das Positive.

Lotus traf der Regen 2012 besonders hart. Das Vorjahresauto kam auf feuchter Strecke nicht so gut zurecht wie bei Hitze und trockenem Untergrund. Am Freitag konnte Grosjean diesbezüglich einen Fortschritt feststellen. "Im Regen fühlt man sich natürlich nie besonders wohl, wenn man auf der Geraden mit 300 km/h unterwegs ist. Aber das Auto funktioniert spürbar besser als letztes Jahr."

Langsame Kurven liegen Lotus nicht

Der Hauptgrund für das gute Gefühl liege im Auto. Aber auch die Reifen sind eine kleine Verbesserung. "In Highspeed-Kurven ist es okay. Aber die Traktion in langsamen Kurven ist nach wie vor nicht besonders gut. In der letzten Schikane war das ein Disaster heute. Da sind wir mit 20 km/h durchgezuckelt."

Hauptproblem im Vorjahr war der langsame Aufwärmprozess der Reifen, der Lotus sowohl im Regen als auch im Qualifying gebremst hat. Grosjean erwartet auch hier einen Schritt nach vorne. "Wir haben im vergangenen Jahr immer weiter daran gearbeitet, diese Probleme in den Griff zu bekommen. Am Ende ging es richtig gut im Qualifying. Ich denke deshalb nicht, dass das dieses Jahr noch ein Thema sein wird."

"Unter den besten vier Teams"

Während die meisten Piloten über die kalten Temperaturen klagen, nimmt es der Franzose gelassen. "Wenn es bei den nächsten Testtagen so bleibt, dann ist die Vorbereitung natürlich nicht ideal. Wir hätten natürlich lieber 25°C und Sonnenschein - wie im Großteil der Saison. Aber beim Wintertest kann es nun mal kalt werden. Das ist ja für alle gleich."

Die Stärke seines Autos im Vergleich zur Konkurrenz kann der gebürtige Genfer noch nicht richtig einschätzen. Grosjean reist jedoch optimistisch zum Saisonauftakt nach Melbourne. "Wir wissen, dass wir eine gute Basis haben. Aber das heißt noch nicht viel für das erste Rennen. Viele bringen noch neue Teile. Ich denke, wir sind momentan unter den besten vier Teams. Es ist aber schwer zu sagen, wo wir genau stehen."

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