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Romain Grosjean mit Debüt im Lotus

"Ich bin wieder ein glücklicher Fahrer"

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1-Test - Jerez - 4. Februar 2015 Foto: Stefan Baldauf 40 Bilder

Romain Grosjean hatte am letzten Testtag von Jerez seinen ersten Auftritt im Lotus E23. Zwar beendete ein Antriebsproblem die Jungfernfahrt bereits nach 53 Runden. Doch generell blieb ein positives Gefühl. Die verkorkste Saison 2014 soll bald schon vergessen sein.

04.02.2015 Tobias Grüner

Romain Grosjean kann wieder lachen. Alleine am Gesichtsausdruck des Franzosen konnte man schon erkennen, wie sich der neue Lotus E23 für die Saison 2015 anfühlt: "Ich habe 53 Runden gedreht und jede einzelne davon genossen", strahlte der 28-Jährige. "Wir müssen sicherlich noch etwas am Setup arbeiten und es kommen ja auch noch ein paar neue Teile für Barcelona, aber es war ein sehr guter Startpunkt."

Lotus E23 fährt 190 Runden in 3 Tagen

Die gute Stimmung konnte auch ein Antriebsproblem nicht trüben. Der notwendige Motorwechsel beendete Grosjeans Tag bereits zur Halbzeit. Insgesamt kommt der neue Lotus somit auf 190 Runden in 3 Tagen. Mehr als man erwartet hatte.

"Wir wussten, dass es diese Woche eng werden würde. Alle Teile wurden gleichzeitig fertig. Es war eine nette Überraschung, dass gleich alles so gut funktioniert hat. Das Auto ist ja erst am Sonntag hergeflogen worden. Am Montag fuhr es dann bereits auf der Strecke und hat gut funktioniert", so das Lob Grosjeans an seine Ingenieure.

Bis auf einen kleinen Stotterstart beim ersten Losfahren aus der Garage in der Früh passte das Gefühl im Cockpit. Kein Vergleich zum zickigen Vorjahresauto: "Wir konnten längere Runs zwischen 10 und 15 Runden fahren. Alles hat sich gut angefühlt. Der Motor und das Chassis reagieren gut. Das Fahrverhalten ist viel berechenbarer. Auch beim Brake-by-Wire haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Ich bin ein glücklicher Fahrer."

Schwächen von 2014 beseitigt

Es scheint, als könne man die verkorkste Saison 2014 als Ausrutscher abhaken: "Es fühlt sich von der Charakteristik mehr nach dem Auto von 2013 an, als nach dem von 2014. Das war das, was wir wollten. Wir haben die meisten Schwächen vom Vorjahr ausmerzen oder vermindern können. Ich glaube fest daran, dass wir wieder in die Punkte zurückkehren können."

Etwas umgewöhnen muss sich Grosjean nur noch an den neuen Mercedes-Motor im Lotus. "Das Geräusch hört sich im Auto ganz anders an als beim Renault. Das Runterschalten lässt sich aber immer noch nicht so klar erkennen wie bei den alten V8 Motoren. In manchen Kurven fragt man sich, ob der Motor überhaupt noch läuft. Aber generell scheinen die neuen Motoren lauter zu sein als im Vorjahr. Zumindest hört es sich von außen so an. Das ist positiv."

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