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Romain Grosjean

Nachträgliche 20-Sekunden-Strafe

Romain Grosjean stand in Ungarn mal wieder im Fokus der FIA-Stewards. Der Lotus-Pilot bekam schon im Rennen eine Durchfahrtsstrafe. Nach der Zieldurchfahrt gab es die zweite Strafe: 20 Sekunden wurden zu seinem Ergebnis addiert.

Romain Grosjean ist Stammgast im Büro der FIA-Stewards. Im vergangenen Jahr war der Crash-König sogar wegen wiederholter Kollisionen für ein Rennen gesperrt worden. Auch diese Saison kam er seinen Gegnern auf der Strecke schon ein paar Mal zu nahe. In Budapest machte sich der Franzose erneut keine Freunde.

Sein erstes Opfer hieß Jenson Button. In der Schikane drückte er den McLaren so weit an den Streckenrand, bis es zur Kollision kam. Nur wenige Runden später nahm er sich Felipe Massa mit einem aggressiven Manöver außen in Kurve 4 vor die Brust. Doch dabei rutschte der Lotus knapp neben die Streckenbegrenzung. Da Grosjean den Platz gegen Massa nicht zurückgab, setzte es schon im Rennen eine Durchfahrtsstrafe.

Button sauer auf Grosjean

Die Kollision mit Button hoben sich die Stewards zum Nachtisch auf. Nach der Zieldurchfahrt baten die FIA-Kommissare die beiden Beteiligten zum Rapport. Für Button gab es keine zwei Meinungen über die Schuldfrage: "Die Situation war glaube ich klar. Ich konnte einfach nicht weiter nach links. Ich hätte höchstens noch auf die Wiese ausweichen können. Aber da will man ja bekanntlich beim Anbremsen einer Kurve nicht hin", so der Brite.

"Die Kollision war unvermeidbar. Da hat er offenbar nicht realisiert, wie eng die Strecke in diesem Abschnitt war. Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat", so der Vorwurf an Grosjean. Die FIA sah die ganze Sache genauso. Wie in solchen Fällen üblich, wird die für solch ein Vergehen angemessene Durchfahrtsstrafe nach dem Rennen in eine 20-Sekunden-Strafe umgewandelt.

Dabei hatte Grosjean allerdings Glück im Unglück. Sein Vorsprung vor Button betrug im Ziel genau 21,524 Sekunden. Dadurch blieb er auch nach der Strafe wo er vorher war – auf dem 6. Platz. Entsprechend locker nahm der Sündenbock das Urteil. "Die Strafe ist in Ordnung. Ich habe mich auch bei Jenson nach dem Rennen entschuldigt."

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