Romain Grosjean - Porträt - 2019 Haas

Formel 1 Fahrer Romain Grosjean

Romain Grosjean ist ein französischer Rennfahrer der in der Formel 1 für das Team Haas an den Start geht. In unserem Porträt stellen wir Ihnen den in Genf geborenen Piloten genauer vor.

Romain Grosjean wurde direkt nach der Kart-Zeit von dem französischen Autobauer Renault unter die Fittiche genommen. Als erste Formelstufen ging es von der Schweizer Formel Renault über die französische Formel Renault schließlich in den Formel Renault Eurocup.

Als höchste europäische Monoposto-Serie blieb 2006 nur noch der Aufstieg in die Formel 3. Hier konnte sich der Franzose allerdings zunächst nicht wie gewünscht durchsetzen. Nur ein einziger Podiumsplatz in der ersten Saison bedeuteten am Ende Rang 13. 2007 lief es allerdings gleich viel besser. Beim Team von ASM sammelte er 6 Saisonsiege, die dem Youngster zum Titel verhalfen.

2008 folgte der logische Aufstieg in die GP2, in der er gleich zu Beginn die neugegründete GP2-Asia-Serie für sich entscheiden konnte. Die reguläre Saison schloss der Franzose dann als Vierter ab, wobei er aber immerhin den langjährigen Toro Rosso-Piloten Sebastien Buemi hinter sich lassen konnte.

Formel 1-Einstieg beim Renault-Werksteam

Parallel zu seinen Auftritten in der GP2 durfte Grosjean auch immer wieder für das Renault F1-Team testen. Doch trotz aller Bemühungen konnte der Test- und Ersatzpilot seinen Konkurrenten Nelson Piquet zunächst nicht aus dem Stammcockpit verdrängen. Nach dem Grand Prix von Ungarn wurde Piquet aber von Renault gekündigt und Grosjean rückte in die Position des Stammfahrers auf.

Seine Leistungen waren aber alles andere als überzeugend. Vor allem mit seinem Crash beim Grand Prix von Singapur machte sich der Franzose nach dem heiklen Skandal-Rennen 2008 zum Gespött der Branche. Kein Wunder, dass Grosjean nach nur 7 Einsätzen wieder vor die Tür gesetzt wurde.

Grosjean-Comeback im Lotus F1 Team

Nach einem Jahr mit Sportwagenrennen und dem Debüt in Le Mans startete Grosjean erneut einen Angriff im Formelbereich. In der GP2 fuhr er 2011 5 Siege ein und sicherte sich damit die Meisterschaftskrone. Parallel wurde er von Lotus, dem Nachfolger des ehemaligen Renault-Teams, als Testfahrer verpflichtet. Beim letzten Grand Prix in Sao Paulo durfte Grosjean im Freitagstraining ran.

In der Winterpause bekam er schließlich die freudige Nachricht, dass er neben Kimi Räikkönen das zweite Cockpit besetzen sollte. Beim ersten Auftritt 2012 in Australien deutete Grosjean mit Startplatz 3 gleich sein Potenzial an. Eine Kollision mit Maldonado verhinderte gleich zu Saisonbeginn ein Top-Ergebnis. Das Podium holte er in Bahrain nach. Platz 3 hinter Sebastian Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen.

Doch Grosjean erlebte eine Saison mit Licht und Schatten. Vor allem seine vielen Kollisionen in den ersten Runden verhagelten die Bilanz. Der negative Höhepunkt folgte in Spa. Beim Start zum GP Belgien krachte er Lewis Hamilton ins Heck und flog anschließend über die Nase von Fernando Alonso. Die FIA-Kommissare sperrten Wiederholungstäter Grosjean für das folgende Rennen in Italien. Nach der Sperre fuhr Grosjean zu vorsichtig und konnte sich nicht mehr in Szene setzen.

Grosjean lässt Ruf als Crash-Pilot hinter sich

Obwohl der Franzose deutlich hinter Räikkönen zurückblieb sprach ihm Lotus auch für 2013 das Vertrauen aus. Mit psychologischer Hilfe in der Winterpause ließ Grosjean die alten Geschichten hinter sich und konnte einen echten Neustart wagen. 6 Mal landete er auf dem Podium. In der zweiten Saisonhälfte stellte er sogar Teamkollege Räikkönen in den Schatten. Vom Crashpiloten sprach längst keiner mehr.

Nach dem Abgang des Icemans musste Grosjean 2014 beweisen, dass er in die Rolle des Teamleaders wachsen kann. Zwar hatte er seinen neuen Kollegen Pastor Maldonado meistens im Griff, sportlich wurde es dennoch eine enttäuschende Saison. Das Auto war einfach nicht konkurrenzfähig und zeigte sich zudem noch als unzuverlässig. Am Ende gab es nur magere 8 Pünktchen für den aufstrebenden Franzosen. Immerhin lief privat alles nach Plan. Mit Ehefrau Marion gab es ein kleines Töchterchen für den Piloten.

Mit dem Wechsel zu Mercedes sollte es bei Lotus 2015 wenigstens ein bisschen aufwärts gehen. Grosjean kämpfte regelmäßig um Punkte. In Spa sammelte er für Rang 3 überraschend einen weiteren Pokal ein. Mit Platz 11 in der Endabrechnung konnte der Pilot nicht zufrieden sein. Weil die Zukunft bei Lotus lange unklar war, entschied sich Grosjean zu einem drastischen Schritt. in der Winterpause wechselte er zum Neuling Haas F1.

Neustart beim Team Haas F1

Bereits beim Saisonauftakt in Australien erzielte Grosjean mit dem sechsten Platz die ersten Punkte für Team Haas. Beim großen Preis von Bahrain übertraf er das Ergebnis mit dem fünften Platz. Er schloss die Saison auf dem 13. Gesamtrang ab und setzte sich mit 29 zu 0 Punkten gegen Esteban Gutiérrez durch.

Der ganz große Aufstieg bei Haas gelang 2017 nicht. Nur sporadisch ging es für Grosjean in die Punkte. Am Ende landete der Franzose auf Position 13 – damit aber immerhin einen Platz vor seinem Teamkollegen Kevin Magnussen. Im zweiten Jahr für das US-Team konnte Magnussen den Spieß umdrehen. Grosjean kämpfte mit Technikpech und Leistungsschwankungen. Hinter Magnussen blieb er meist weit zurück. Mit einem verbesserten Auto wäre sicher mehr drin als Position 14 im Gesamtklassement.

Aus Mangel an Alternativen bekam Grosjean von Teamchef Guenther Steiner einen neuen Vertrag für die Saison 2019. Will er seine Formel-1-Karriere darüber hinaus verlängern, muss der gebürtige Genfer das dritte Duell gegen Magnussen auf jeden Fall für sich entscheiden.

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