Rosberg auf dem Weg zum Star

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Der Formel 1-Neuling staunt über seine rasant gewachsene Popularität und macht sich keine Sorgen über seine Formel 1-Zukunft. Rosberg geht davon aus, dass er auch 2007 bei Williams fährt, aber noch ist nichts unterschrieben.

Formel-1-Neuling Nico Rosberg war hin und weg beim Stadtbummel in Montréal. "Ich war total begeistert, denn ich bin die Tage mal in einen Laden reingelaufen - und da hing ich als Poster riesengroß in der Mitte. Das war total klasse", sagte der Williams-Pilot aus Wiesbaden. Mit einem Lächeln auf den Lippen stellte der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg fest: "So etwas ist noch neu für mich, daher war das nicht so schlecht."

Der 20 Jahre alte Rennfahrer arbeitet weiter daran, nicht mehr nur als Sohn wahrgenommen zu werden. Vor dem Halbzeit-Rennen in der Formel 1 an diesem Sonntag (19.00 Uhr/RTL und Premiere) in Kanada hat er im PS-Zirkus stark an Profil gewonnen. Vor allem sein bärenstarkes Debüt beim Auftakt in Bahrain, als er die schnellste Rennrunde schaffte und auf Anhieb auf Platz sieben raste, brachte ihm große Anerkennung und viel Lob ein. "Ich werde immer besser und bin sehr zufrieden, denn ich habe einen guten Eindruck hinterlassen. In letzter Zeit habe ich wenig Fehler gemacht."

Nico Rosberg: "Wenn es sein muss, bin ich Finne."

Zuletzt beim Grand Prix in Großbritannien kam Rosberg auf Platz neun, doch seine Leistung wurde im Schumacher-Land nicht so richtig wahrgenommen. "Silverstone war eines meiner besten Rennen, genauso stark wie Bahrain, aber es hat kein Mensch ein Wort darüber verloren. Das ist ein bisschen komisch, aber an diese Dinge muss ich mich eben noch gewöhnen", sagte er. "Vom Team wird das anerkannt, denn die sehen ja, was Sache ist. Viel mehr hätten wir nicht rausholen können."

In Montréal will der Neuling nun zum dritten Mal in seiner noch kurzen Karriere in die Punkteränge fahren. Trotz eines langfristigen Vertrages mit dem Williams-Team ist aber noch nicht klar, ob er in der nächsten Saison für den britischen Rennstall Gas geben darf. "Es ist nicht fix, dass ich nächstes Jahr für Williams fahren werde. Frank Williams hat die Wahl. Es hat eine einseitige Option, aber das ist ja für einen Neuling ganz normal", sagte er. Der junge Rennfahrer mit der deutschen Mutter und dem finnischen Vater geht jedoch "sehr stark" davon aus, dass Williams sein Arbeitgeber bleiben wird. "Das hoffe ich zumindest."

"Ich fühle mich eher als Deutscher. Natürlich sehen mich die Finnen gerne als Finnen. Deshalb halte ich es so: Wenn es um Fußball geht, bin ich Deutscher, beim Eishockey Finne», sagte er einmal. Bei früheren Siegerehrungen wurden für den in Monte Carlo lebenden Champion der GP-2-Serie, der beim Musiksender Viva sogar eine eigene Show hatte, auch schon einmal beide Hymnen gespielt. Als vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass der Nachfolger des Spaniers Fernando Alonso bei Renault eine Finne sein soll, scherzte Nico Rosberg: "In dem Sinn bin ich Finne, wenn es sein muss."

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