Hamilton & Rosberg - GP England 2016 sutton-images.com
Lewis Hamilton Formel 3 2004
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Rosberg gegen Hamilton

Titelduell spitzt sich zu

Lewis Hamilton hat die Lücke auf Nico Rosberg geschlossen. Nur noch ein WM-Pünktchen trennt die beiden Silberpfeile. Rosberg versucht, sich cool zu geben. Doch sein härtester Rivale brennt auf den vierten Titel.

Es waren einmal 43 Punkte nach dem GP Russland 2016. Die ersten 4 Rennen hatte Nico Rosberg allesamt gewonnen. Saisonübergreifend waren es sogar sieben in Serie. Danach kam der Zusammenstoß in Spanien. Es folgte die große Aufholjagd des Lewis Hamilton. Innerhalb von 5 Grand Prix ist der einst so komfortable Vorsprung von Rosberg auf ein Pünktchen geschrumpft.

Gute erste Saisonhälfte für Rosberg

Eigentlich kann man sagen, dass die WM in Ungarn neu beginnt. Diesmal mit dem psychologischen Vorteil für den amtierenden Weltmeister und dreifachen F1-Champion. „In den letzten 2 Rennen fühlt es sich so an, als hätte ich aus allen Zylindern gefeuert“, freute sich Hamilton nach seinem Heimsieg in Silverstone.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schlug in dieselbe Kehre: „Lewis hat viel Selbstvertrauen und Ruhe ausgestrahlt. An einem Tag wie heute ist er unschlagbar“, lobte der Österreicher seinen Piloten.

Hamilton hat 4 der 5 fünf Rennen gewonnen. Rosberg nur eines. Den GP Europa in Baku. Ein Wochenende, an dem sein Teamkollege dominiert hatte. Bis zum Qualifying. Dann begann die Fehlerserie des Lenkradkünstlers im Auto mit der Startnummer 44. Im Rennen verhinderte eine falsche Motoreinstellung eine Aufholjagd.

Rosberg versucht, sich nach seiner Niederlage in England cool zu geben. „Es war bislang eine gute erste Saisonhälfte“, bilanzierte der WM-Führende, der 168 Zähler auf sein Konto gehäuft hat. „Immerhin führe ich die Meisterschaft an.“ In der vergangenen Saison hatte Rosberg nach zehn GP 181 Punkte gesammelt. Also 13 mehr als jetzt. Jedoch hat sein Teamkollege 35 Zähler weniger geholt als noch 2015.

Two horse race in der WM

„Ich zähle die Punkte nicht“, sagt Rosberg. „Ich denke auch nicht darüber nach, was in ein paar Monaten sein könnte. Ich schaue von Rennen zu Rennen. Dieser Ansatz hilft mir.“ Seinen 1A-Saisonstart will der 31-Jährige nicht überbewerten.

Im Gegenteil: Der WM-Zweite der letzten beide Jahre wertet seine eigenen Leistungen sogar etwas ab: „Ich habe vom chaotischen Start meiner Konkurrenten profitiert.“ Hamilton erörtert: „Ich hätte ohne meine technischen Probleme auch zu Saisonbeginn gewinnen können. In Russland und China zum Beispiel war das Auto im Rennen fantastisch.“

Auf alle Fälle ist die WM ein „Two horse race“ geworden. Wie der Engländer sagen würde. So wie es die meisten Experten erwartet hatten. Und so wie es viele befürchteten. Wieder einmal sind es zwei aus dem selben Lager, die sich um die Krone balgen. Wieder tragen sie Silber. Wie schon 2014 und 2015. Ferrari und Red Bull liegen in der Weltmeisterschaft schon zu weit zurück. Um wieder ein Wörtchen um die Titelvergabe mitzureden, müssten sich die Mercedes noch ein paar Mal ins Auto fahren.

Hamilton strotzt nach seinem Heimsieg vor Selbstvertrauen. „Nach meinem Tief in Barcelona habe ich mit einer starken Mentalität zurückgeschlagen.“ Der Brite sagt, er fühle sich frisch, kraftvoll, stark und selbstbewusst. Vor dem GP England habe er eine unglaubliche Woche genossen. „Am Montag und Dienstag bin ich auf einem Boot in Montenegro geschippert. Ich wusste erst gar nicht, dass ich dort bin. Ich dachte eigentlich, ich sei in Kroatien. Es war wunderschön. Am Mittwoch habe ich trainiert. Am Donnerstag war es erstklassig, die Fans zu sehen. Am Freitag haben die Longruns super funktioniert.“ Am Samstag folgte die vierte Pole auf heimischem Boden. Am Sonntag der vierte Sieg in Silverstone. Am 27. November soll der vierte WM-Titel folgen. Es wäre der dritte mit Mercedes. Nur Rosberg hat etwas dagegen.

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Im Rubrik Radio Fahrerlager haben wir die heißen Gerüchte aus Silverstone.

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