Foto: Williams

Rosberg

"Melbourne hat alle getäuscht"

Nach den hohen Erwartungen zu Beginn der Saison rutscht Williams immer tiefer in den Keller. Aus den letzten sieben Rennen gab es nur zwei magere WM-Pünktchen. Nun müssen die Ingenieure noch einmal nachbessern.

Der Rennstall aus Grove hatte sich als einer der ersten mit Vollgas in die Entwicklung des 2009er Autos gestürzt, weil man zu Saisonbeginn meinte, ein gutes Auto auf die Räder gestellt zu haben. Nico Rosberg weiß heute: "Mein dritter Platz in Melbourne hat alle getäuscht. Schon beim nächsten Rennen in Malaysia hätten wir aufwachen müssen. Da waren wir nur 15. im Training."

Flügel hilft nicht

Williams setzte in Spa einen neuen Frontflügel ein, der das Untersteuern in langen Kurven bei eingeschlagenen Rädern einstellt. Zu erkennen ist die Evolutionsstufe an den runder geschwungenen Blättern. Die Version davor war eher eckig im BMW-Stil gehalten. Rosberg enttäuscht: "Wir sind weder schneller, noch ist das Untersteuern verschwunden."

Einzige Erklärung: In Spa wird mit wenig Abtrieb gefahren. Die Windkanalergebnisse aber wurden mit einer Konfiguration für viel Anpressdruck erzielt. Das Konstruktionsbüro musste auf Wunsch von Frank Williams sogar eine Spezialtruppe abstellen, um dieses Problem zu lösen.

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