Rosberg schraubt Erwartungen zurück

Foto: dpa

Eigentlich ist Singapur eine Strecke, die dem Williams FW30-Toyota liegen sollte. Doch Nico Rosberg ist vorsichtig und zurückhaltend, wenn es um optimistische Prognosen geht.

Stop and Go, viele 90 Grad-Kurven mit kurzen Radien. Da tritt die Schwäche des Autos nicht so stark zu Tage. Der Williams verliert hauptsächlich in langen Kurven Anpressdruck, dann wenn das Auto über die Längsachse rollt und wenn die Vorderräder eingeschlagen sind.

Da Singapur vom Layout her eher wie Monte Carlo ist, erwarten die Experten Nico Rosberg ähnlich stark wie im Fürstentum. Doch der Deutsche bremst die Euphorie: "Wir haben auch auf diesem Typ Strecke im Vergleich zur Konkurrenz an Boden verloren."

Neuer Flügel nur theoretisch gut

Williams setzt in Singapur wieder den neuen Frontflügel ein, der in Spa debütierte, dort aber wegen der Streckencharakteristik kaum Wirkung zeigte. Die Williams-Aerodynamiker hatte zwar im Windkanal positive Ergebnisse festgestellt, doch da war das Auto auf viel Abtrieb getrimmt, während in Spa mit weniger Anpressdruck gefahren wird. Deshalb ließen sich die Labordaten nicht in die Realität übertragen. Rein theoretisch müsste das Konzept dann in Singapur aufgehen. Rosberg ist auch da pessimistisch: "In Singapur sind die Kurven zu kurz, als dass uns der Flügel Vorteile bringt."

Der Williams-Pilot ist seit den Testfahrten in Jerez vergangene Woche um eine Erfahrung reicher. Rosberg testete einen Tag lang den Hybridantrieb. Und er gibt zu, mit einem unguten Gefühl im Auto gesessen zu sein. Der Stromschlag, den ein BMW-Mechaniker im Juli bei einem KERS-Test erhalten hatte, ist in den Köpfen der Formel 1-Gemeinde noch allzu präsent. "Du hast schon ein komisches Gefühl, wenn du im Auto drinsitzt und dann kommen lauter Marsmenschen mit Gummihandschuhen auf dich zu und fassen das Auto ganz vorsichtig an. Da denkst du dir dann: Hoffentlich erwischt es nicht mal dich selbst."

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