Rosberg & Schumacher

Mercedes verzichtet auf Trainings-Show

Michael Schumacher Foto: Mercedes GP 153 Bilder

Gemessen an den Erwartungen sind die Startplätze sieben und zehn für Nico Rosberg und Michael Schumacher enttäuschend. Doch im Gegensatz zum GP Türkei setzt Mercedes diesmal auf das Rennen und verzichtete auf bessere Startplätze.

Der dritte Startplatz von Istanbul machte Appetit auf mehr. Mercedes hatte im Winter die Bestzeit bei den Barcelona-Testfahrten erzielt. In den letzten Rennen zeigte sich ein Aufwärtstrend. Für Barcelona war ein weiteres Facelift angekündigt. Experten trauten Mercedes die Kronprinzenrolle hinter Red Bull zu. Doch in der Startaufstellung stehen Nico Rosberg und Michael Schumacher nur auf den Plätzen sieben und zehn.

Mercedes-KERS reagierte nicht mehr

"Red Bull und McLaren sind außer Reichweite. Ich habe damit gerechnet, dass wir mit den Ferrari kämpfen, aber nach Alonsos Zeit muss ich das revidieren. Die Ferrari sind im Rennen eher stärker als im Training", urteilte Michael Schumacher.

Der siebenfache Weltmeister wurde einmal mehr ein Opfer des Defektteufels. Im entscheidenden Moment streikte sein KERS. Teamchef Ross Brawn drückte sich poetisch aus: "Es hat mit uns nicht kommuniziert. Wir konnten es nicht zum Leben erwecken. Deshalb blieb es ausgeschaltet, weil es sonst negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten hat." So hatte Schumacher immerhin etwas gemeinsam mit Landsmann Sebastian Vettel.

Schumacher mit freier Reifenwahl

Als klar war, dass der Rekordsieger auf den Vorteil von drei Zehntel verzichten würde müssen, änderte Mercedes die Taktik. Schumacher bekam für das Top Ten-Finale einen Satz harte Reifen, er drehte eine Runde damit und bog sofort in die Boxengasse ab. Das bringt ihm für das Rennen zwei Vorteile.

Erstens hat er einen weichen Satz Reifen gespart. Zweitens kann er frei wählen, auf welchem Reifen er losfährt. Obwohl er in den Top Ten der Startaufstellung steht. Keine gezeitete Runde bedeutet freie Reifenwahl. "Das ist sicher ein Vorteil", wägt Schumacher ab, schränkt aber ein: "Wer weiß, wie viele Startplätze ich dadurch verloren habe."

Rosberg fährt mit gebrauchten Reifen

Ohne das Problem hätte der Altmeister die gleiche Taktik gewählt wie Nico Rosberg. Der rückte mit einem angefahrenen Satz der weichen Gummimischung aus, um sich ebenfalls einen frischen Satz für das Rennen aufzuheben. Mehr als Platz sieben war da nicht drin. Dafür hat er gegenüber den Piloten in seinem direkten Umfeld einen Joker mehr in der Hinterhand.

Fernando Alonso, Vitaly Petrov, Felipe Massa und Pastor Maldonado haben alle drei Reifensätze der weichen Mischung verheizt. Rosberg lobte: "In der Türkei haben wir uns etwas zu stark auf ein gutes Qualifikationsergebnis konzentriert. Diesmal war es umgekehrt. Wir haben das Setup mehr auf das Rennen ausgerichtet. Deshalb rechne ich mir für morgen durchaus etwas aus."

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