Rosberg übt positives Denken

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Nico Rosberg müsste eigentlich todunglücklich sein. Er geht beim GP Ungarn vom 14. Startplatz aus ins Rennen, was unter normalen Umständen WM-Punkte unmöglich macht. Und trotzdem hakt der 23-jährige Deutsche das Trainingsergebnis als Teilerfolg ab.

Wäre beim Anlassen des Motors für die zweite Runde der Qualifikation nicht der Hydraulikspeicher kaputtgegangen, dann hätte es vom Speed her vieleicht mit Ach und Krach in die Top Ten reichen können. „Trotzdem sind wir immer noch zu langsam“, mahnt Rosberg an.

Der Williams-Pilot bezieht seinen Optimismus auf ein paar Entwicklungsteile, die nur in seinem Auto zum Einsatz kamen. „Sie haben positive Ansätze gezeigt. Wenn wir in dieser Richtung weiterentwickeln, dann wäre eines unserer größten Probleme gelöst.“ Das besteht in mittelschnellen Kurven mit langen Radien. „Kurze Kurven kann unser Auto gut. Sind die Bögen länger, stellt sich Untersteuern ein.“ 

Entwicklung spätestens bis Spa

Die neuen Aerodynamikteile hätten das Untersteuern bereits reduziert. Jetzt sei es nur noch ein Wettlauf mit der Zeit, dass Williams auch von den neuen Erkenntnissen profitiert. „Die Teile müssen erst gefertigt werden. Das geht nicht von heute auf morgen. Bis zum nächsten Rennen in Valencia wird es nicht reichen, aber in Spa müssen wir damit fertig sein, denn dort gibt es viele dieser langgezogenen Kurven.“

Da Valencia ein Stadtkurs ist sieht Rosberg für den GP Europa in drei Wochen nicht schwarz. Überhaupt übt sich der Dritte des GP Australien gerade in positivem Denken. „Das wichtigste ist jetzt Ruhe zu bewahren. Es bringt nichts sich über Dinge aufzuregen, auf die man keinen Einfluss hat.“ Auch Kimi Räikkönen fährt mit dieser Einstellung gut. Bei Rosberg fallen dann Sätze wie diese: „Ich habe immer noch Vertrauen in Williams.“ Oder: „Ich glaube, dass es 2009 besser wird. Da beginnen alle bei Null.“

Denkt er nicht mit Bauchgrimmen daran zurück, dass er im Winter ein Angebot von McLaren-Mercedes auf dem Tisch liegen hatte? Die Antwort kommt wie aus der Pistole: „Zu dem Zeitpunkt hat meine Entscheidung, Williams treu zu bleiben Sinn gemacht. Das Team befand sich im Aufwärtstrend, ich bin gut in der Truppe integriert und arbeite mit den Leuten schon im dritten Jahr zusammen.“

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