Nico Rosberg & Michael Schumacher

Winter für Mercedes schwieriger als erwartet

Nico Rosberg Foto: Wolfgang Wilhelm 22 Bilder

Die beiden Mercedes-Piloten reisen optimistisch aber nicht euphorisch zum Formel 1-Saisonauftakt nach Australien. "Wir haben nicht das schnellste Auto", dämpfte Nico Rosberg die hohen Erwartungen.

Selbst die Mercedes-Fans rieben sich an den letzten Testtagen von Barcelona verwundert die Augen. Michael Schumacher setzte überlegen die Bestzeit. Nico Rosberg war auf der gleichen Pace unterwegs, blieb nur eine halbe Sekunde zurück, weil sein beweglicher Heckflügel vorzeitig schlapp gemacht hatte. Vor allem die deutschen Formel 1-Anhänger stellten sich die Frage: Wird Mercedes nun vom Außenseiter zum Favorit in Melbourne?

Nico Rosberg versucht die Erwartungen zu dämpfen. "Im Moment haben wir nicht das schnellste Auto, aber wir bewegen uns in die richtige Richtung", erklärte der Vorjahressiebte auf der Webseite des Teams. Das letzte Update mit dem neuen Auspuff, dem neuen Unterboden, den neuen Seitenkästen und dem neuen Heckflügel hatte seine Wirkung nicht verfehlt.

Überarbeiteter Mercedes macht Rosberg mehr Spaß

"Das Handling des Autos ist besser, das Auto hat mehr Grip, generell macht es mehr Spaß das Auto zu fahren", berichtet Rosberg. "Wir sehen im Moment besser aus als im letzten Jahr." Der Schritt nach vorne kam aber nicht ohne Fleiß. "Der Winter war schwieriger, als wir erwartet haben. Alle haben sehr hart gearbeitet, um die neuen Teile fertig zu stellen und sicherzustellen, dass wir zu Saisonbeginn das Auto haben, das wir haben wollen."

Auch Teamkollege Michael Schumacher lobt seine Mannschaft für die erfolgreiche Arbeit. Schumi gibt sich für den Saisonauftakt in Melbourne optimistisch: "Mein Gefühl ist positiv. Ich bin überzeugt, dass wir um Podiumsplätze kämpfen können. Gleichzeitig habe ich die Hoffnung, dass wir in einigen Rennen ein Wort um den Sieg mitreden können."

Schumacher: "Dieses Jahr fühlt sich anders an"

Nach dem eher mäßigen Comeback-Jahr soll es endlich aufwärts gehen. Die Veränderungen seien deutlich zu spüren, so Schumi. "Dieses Jahr fühlt sich tatsächlich anders an. Im Vorjahr war alles neu für mich: die Testsituation, das Auto, das Team, die Strukturen." Mittlerweile habe er sich eingelebt. "Ich genieße, was ich tue. Ich habe meine Entscheidung, in die Formel 1 zurückzukehren nie bereut."

Während die Konkurrenz über die Reifen jammert, sehen Rosberg und Schumacher die wenig haltbaren Pirelli-Gummis eher als Chance. "Aus meiner Sicht kann man mittels der richtigen Strategie das Maximum aus den Reifen herausholen", so Schumi. Sein junger Teamkollege pflichtet dem Altmeister bei: "Wir werden dank Pirelli interessante Strategien und aufregende Rennen sehen. Als Fahrer will man immer stärker in die Rennen involviert sein, deshalb sind die Veränderungen gut."

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