Rosbergs erster Testtag

Das Ende kam nach 14 Runden

Nico Rosberg, Mercedes GP, Formel 1-Test, Jerez, 5.2.2013 Foto: xpb 48 Bilder

Nico Rosbergs erster Arbeitstag im neuen Mercedes AMGW04 war nach 14 Runden und 84 Minuten beendet. Dann legte ein Kurzschluss den Silberpfeil lahm.

So hatte sich Mercedes den ersten Testtag nicht vorgestellt. Um 10:24 Uhr rollte der Silberpfeil in eine Rauchwolke eingehüllt aus. Nur 84 Minuten nach Testbeginn. Da ahnte Nico Rosberg noch nicht, dass damit auch sein erster Arbeitstag beendet war. Ein Kurzschluss hatte den Mercedes lahmgelegt. Als das Auto auseinandergebaut wurde, stellte man auch noch einen Folgeschaden am Generator fest. Rosberg bereitete sich gedanklich schon wieder aufs Fahren vor, da fiel die Entscheidung, den ersten Testtag komplett abzubrechen. "Das war wirklich Pech. Das Auto war schon wieder fertig zusammengebaut, da haben wir entdeckt, dass der gleiche Schaden wahrscheinlich noch einmal aufgetreten wäre."

Mercedes sofort gut ausbalanciert

Rosberg trug es mit Fassung: "Testfahrten sind dazu da, Probleme zu finden. Das kann bei einem neuen Auto passieren." Obwohl er nur 14 Runden gefahren war, hakte Rosberg den Tag mit einer positiven Erkenntnis ab: "Das Auto war sofort gut ausbalanciert. Ich konnte von der ersten Runde an attackieren und bin schon in der zweiten Runde eine anständige Zeit gefahren. Ich musste mich gar nicht eingewöhnen." Tatsächlich fuhr Nico Rosberg seine schnellste Runde gleich zu Beginn. Mit 1.20,846 Minuten hielt der Mercedes-Pilot lange die Spitze.

Rosberg stellt großen Fortschritt fest

Gewöhnungsbedürftig ist noch die neue Sitzposition. "Das Blickfeld ist ein anderes. Ich sitze ein bisschen tiefer als im letzten Jahr im Auto. Und wir probieren gerade aus, wie tief wir noch gehen können. Wenn du dann beim Bremsen den Scheitelpunkt anpeilst, kann ein Zentimeter rauf oder runter viel ausmachen. Die Ingenieure wollen dich aus aerodynamischen Gründen so tief wie möglich ins Auto setzen. Gleichzeitig sind die Nasen dieser Autos sehr hoch. Da musst du den besten Kompromiss finden." Trotz des Kurzprogramms am ersten Testtag ist sich Rosberg sicher: "Dieses Auto ist ein großer Fortschritt zum letzten Jahr. Das Fragezeichen ist, wie groß die Fortschritte der anderen sind." 

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