Rossi dementiert Ferrari-Testprogramm

"Bullshit"

Foto: ferrari

Die "Traumehe" zwischen Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi und dem Formel 1-Rennstall Ferrari ist wieder in weite Ferne gerückt. Meldungen über seinen angeblich bevorstehenden Wechsel in den Autorennsport stellte Rossi als pure Spekulation dar.

Ferrari-Direktor Ross Brawn habe vor dem Großen Preis von Belgien "Bullshit" erzählt, als er regelmäßige Testfahrten von Rossi im Abstand von vier bis sechs Wochen für die nächste Saison ankündigte. "Davon weiß ich nichts und das passt nicht in meine Pläne", sagte Rossi vor dem Motorrad-Grand-Prix in Motegi der "La Gazzetta dello Sport".

Über die Ferrari-Pläne, ihn in der nächsten Saison schrittweise an den Autorennsport heranzuführen, habe er sich eher amüsiert. Das Testprogramm sei jedoch völlig unrealistisch. "Wenn ich mich eines Tages für einen Wechsel in die Formel 1 entscheiden würde, dann um zu siegen. Und dazu bedarf es eines hundertprozentigen mentalen und zeitlichen Einsatzes", erklärte der Yamaha-Pilot. Der für das nächste Jahr in den Raum gestellte Spagat zwischen Motorrad- und Autorennsport sei für ihn nicht denkbar. "Ich werde in der nächsten Saison in der Motorrad-WM fahren und da hätte ich für diese ganzen Tests überhaupt keine Zeit", sagte Rossi.

Auf kritische Stimmen von Renault-Teamchef Flavio Briatore sowie den italienischen Piloten Jarno Trulli und Giancarlo Fisichella zu seinem angeblichen Einstieg in die Formel reagierte Rossi sichtlich verärgert: "Vielleicht sind sie ein bisschen neidisch auf mich und haben Angst vor mir."

Nach mehreren erfolgreichen Testfahrten von Rossi im Ferrari- Rennwagen in diesem Sommer waren die Gerüchte über seinen möglichen Wechsel in die Formel 1 immer lauter geworden. Ferrari selbst hatte die Spekulationen durch das angekündigte Testprogramm für Rossi angeheizt. In Italien wurden daraufhin bereits Kimi Räikkönen und Valentino Rossi als Ferrari-Traumpaar für die Zeit nach Michael Schumacher gehandelt.

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