Rubens Barrichello

Keine zweite Feier zum 300. Grand Prix

Rubens Barrichello Foto: xpb 36 Bilder

Nach seriösen Statistiken fährt Rubens Barrichello in Singapur seinen 300. Grand Prix. Doch Williams feierte das Jubiläum des GP-Oldies schon in Spa. Barrichello will es bei einer Party belassen. "Wenn mir einer noch einen Kuchen bringt, ist das aber auch okay."
 

Rubens Barrichello ist der Dauerbrenner im Grand Prix-Zirkus. Wenn alles glatt läuft, startet der Brasilianer am Sonntag in Singapur sein 300. Formel 1-Rennen. Doch schon in Spa ließ der Williams-Pilot eine große Party zum Jubiläum steigen. Formel 1-Statistiker gratulieren allerdings erst in Singapur.

Barrichello ist die Erbsenzählerei egal

Die Differenzen in der Zählweise stammen aus der Saison 2002. Barrichello hat zwei Grand Prix auf seiner Liste stehen, bei denen er beim Vorstart nicht vom Fleck gekommen ist. Beide Male wegen technischer Probleme. In offiziellen Statistiken fehlen die Starts beim GP Spanien und GP Frankreich deshalb. Der Mann mit dem langen Atem hat an diesen beiden Grand Prix nicht teilgenommen.
 
Barrichello stört die ganze Erbsenzählerei nicht. "Das gleiche Problem hatten wir ja schon beim 257. Grand Prix", erklärt der Mann aus Sao Paulo. Damals überholte er Riccardo Patrese als Rekordstarter in der Formel 1. "Es gibt verschiedene Zählweisen. Ich hatte meinen 300. Grand Prix in Spa. Das reicht. Ich feiere nicht. Aber wenn mir jemand einen Kuchen bringen will, um noch einmal zu feiern, dann ist das auch okay."

Neue Teile am Williams für Singapur

In Singapur hat Rubinho quasi noch eine Chance auf ein gutes Jubiläumsrennen. In Spa war bereits nach einer Runde Schluss. Beim Nachtrennen soll es besser laufen. "Es gibt viele positive Anzeichen für ein gutes Ergebnis. Wir haben viele Updates und im letzten Jahr lag das Auto hier sehr gut. Wir können zwar den Schwung vom letzten Jahr nicht auf diese Saison übertragen. Aber ich habe mir das Rennen noch einmal angeschaut, und das gibt einem schon noch mal einen Schub."
 
Laut Barrichello ist sein Williams mit einem neuen Unterboden, einem neuen Frontflügel und neuen Luftleitblechen vor dem Seitenkasten ausgestattet. Probleme machen ihm nur die ungewöhnlichen Startzeiten. "Um vier Uhr ins Bett zu gehen und um zwei Uhr aufzustehen ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Es ist ein anderes Leben. Man muss sich wach halten. Ich spiele die ganze Zeit Poker. Ich würde gerne schlafen, aber man muss lange wach bleiben."

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