Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 7. Juni 2014 xpb
F1 Technik - Ferrari Voderachse - Piola 2014
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Rückschritt nach Fortschritt

Ferrari verpasst goldene Chance

Mercedes schwächelte in Montreal. Für die Konkurrenz gab es die goldene Chance, daraus Kapital zu schlagen. Doch nicht Ferrari gewann, sondern Red Bull. Die roten Autos blieben trotz einer Technik-Offensive in Montreal blass.

Ferrari wollte in Kanada den Rückstand zu Red Bull wettmachen. Mercedes hat man in Maranello schon gar nicht mehr auf der Rechnung. Doch die Technikoffensive verpuffte, auch weil man auf die neue Motorverkleidung wegen der hohen Temperaturen verzichten musste.

Fernando Alonso sprach zwar von einem Fortschritt, bei der Aerodynamik größer als beim Motor, doch das Ergebnis in Montreal war eine Enttäuschung. Der Spanier wurde Sechster, Teamkollege Kimi Räikkönen kam nach einem Dreher mit Glück auf Platz 10. Und das ausgerechnet bei einem Rennen, bei dem Mercedes schlagbar war.

Alonso-Ärger mit KERS und Batterie

Nicht Ferrari profitierte von den technischen Problemen der Silberpfeile, sondern ausgerechnet Red Bull, der erklärte Gegner im Kampf um Platz 2 in der Konstrukteurs-WM. Schlimmer noch: Auch McLaren und Force India brachten je ein Auto vor die Ferrari. Und selbst ein waidwunder Mercedes war zu stark für Alonso und Räikkönen. Wäre Felipe Massa nicht in der letzten Runde mit Sergio Perez aneinandergeraten, hätte es für Ferrari nur vier statt neun Punkte gegeben.

Alonso hatte auch kaum Entschuldigungen parat. "Zeitweise sind KERS und die Batterie ausgestiegen und ich hatte nicht die volle Power. Aber selbst in den Runden, in denen alles funktionierte, war ich zu langsam auf der Geraden." Bittere Erkenntnis: "Im Kampf gegen Red Bull haben wir heute viele Punkte verloren." Um genau zu sein: Es waren 31. Positive Erkenntnis: "Ich kam nur 14 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel."

Überholen ist schwieriger als im Vorjahr

In der 52. Runde schöpfte Alonso noch einmal Hoffnung. Da lag er auf Platz 8 nur 7,2 Sekunden hinter Spitzenreiter Nico Rosberg. Der Ferrari war schneller unterwegs als die Spitze. Doch er war hinter Nico Hülkenbergs Force India eingeklemmt. "Einen Moment lang dachte ich, dass ein Podium möglich sei, weil ich ja mit Massa die frischesten Reifen hatte. Aber Überholen ist schwierig, speziell wenn du in einem Pulk liegst und alle vor dir auch von DRS profitieren."

"Jetzt merkt man, dass uns das alte KERS abgeht. Das konnte man individuell dosieren. Heute bestimmt der Computer, wann die elektrische Leistung einsetzt. Selbst Williams hat sich mit dem Überholen schwer getan, dabei hatten sie das schnellste Auto auf der Geraden."
 
Der Sieg von Red Bull machte Alonso dennoch Mut. "Er hat uns gezeigt, dass du zur Stelle sein musst, wenn sich die Chance bietet. Kein Mensch hätte vor dem Rennen auf einen Sieg von Ricciardo gesetzt. Aber in der Formel 1 ist alles möglich. Wenn die Probleme von Mercedes nur groß genug sind."

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