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Rückzieher beim Funkverbot?

Aufschub für Sicherheitsinfos

Guillaume Rocquelin - Red Bull - 2014 Foto: Red Bull 12 Bilder

Die FIA nimmt möglicherweise eine Kurskorrektur beim Funk-Verbot vor. Nach einer Marathon-Sitzung mit den Teammanagern überlegt die FIA, einen Teil der ursprünglich verbotenen Informationen am Boxenfunk bis Jahresende zu erlauben. Auch wegen der technischen Unterschiede der Autos.

Es war das längste Teammanager-Meeting des Jahres. Drei Stunden und 40 Minuten redeten sich die elf Teammanager und FIA-Rennleiter Charlie Whiting die Köpfe heiß. Es ging um das partielle Funkverbot. Die Teams äußerten Whiting gegenüber ihre Sorgen, wenn der harte Kurs durchgezogen werden soll. "Es gab mehr Fragen als Antworten", ließ einer der Teammanager wissen.

Die Regelhüther haben versprochen, darüber nachzudenken. Es kann sein, dass ein Teil der Funk-Verbote bis zum Ende des Jahres wieder zurückgenommen wird. Eine Entscheidung darüber soll bis Freitag um 10 Uhr, Singapur-Ortszeit fallen.

FIA-Entscheidung zum Funkverbot bis Freitag um 10 Uhr

In einem Punkt bleibt der Weltverband hart. Es bleibt auf alle Fälle bei einem Verbot sämtlicher Instruktionen, die direkt Bezug auf das Fahren nehmen. Also Hinweise, in welchem Gang zu fahren ist, welche Linie der Fahrer nehmen soll um die Reifen zu schonen oder Tipps über den perfekten Bremspunkt. Die Teams dürfen den Fahrern auch nicht mehr detaillierte Informationen über die Sektorzeiten der Konkurrenz geben, verbunden mit Tipps, wie man Rundenzeit gewinnen kann.

Möglicherweise will man den Teams aber bis zum Jahresende erlauben, den Fahrern die Einstellungen am Lenkrad mitzuteilen, damit die Antriebseinheiten und das Getriebe Training und Rennen ohne Schaden überstehen. Gemeint sind Schalterpositionen für die Batterie, den Motor, das Getriebe.

Die Teammanager brachten einen wichtigen Punkt ein, der die FIA überzeugen könnte. Nicht alle Autos haben Lenkräder mit einem großen Display, auf dem diese Informationen angezeigt werden können (siehe Bildergalerie). Das wäre eine Wettbewerbsverzerrung bei einer derart kurzfristigen Regeländerung.

Auch sicherheitsrelevante Warnungen sollen noch gestattet sein. Also Bremsverschleiß oder Ladezustand der Batterie oder die Warnung vor einem schleichenden Plattfuß. Darauf kann man verzichten, wenn alle Lenkräder die entsprechenden Bildschirme haben. Das kann dauern. Williams zum Beispiel kann sich nicht vorstellen, das Lenkrad bis zum Saisonende nachzurüsten und die notwendige Software dafür zu schreiben.

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