Russland bekommt F1-Lauf ab 2014

Die Formel 1 fährt in Sotschi

Bernie Ecclestone Foto: xpb

Die Bestätigung kam vom Regierungschef persönlich. Vladimir Putin erklärte russischen Medien, dass ein Vertrag mit Bernie Ecclestone über einen GP Russland von 2014 bis 2020 in Sotschi unterzeichnet wurde. Es ist Ecclestones größter Coup.

Die Verhandlungen zwischen Bernie Ecclestone und höchsten Regierungskreisen in Russland über eine Grand Prix laufen schon lange. Am Wochenende nach dem GP Italien wollte sich der Formel 1-Boss mir Regierungschef Vladimir Putin zur Vertragsunterschrift in Sotschi treffen. Der Termin wurde kurzfristig abgesagt. Stattdessen schickte Putin seinen Vize nach Singapur um dort mit Ecclestone die letzten Details auszuhandeln. Jetzt meldet Putin selbst Vollzug. Am Donnerstag (14.10.) wurde der Vertrag unterzeichnet.

Demnach soll von 2014 bis 2020 in der Stadt an der Schwarzmeerküste gefahren werden. 2014 finden auch die Olympischen Winterspiele in Sotschi statt.

42 Millionen Dollar Antrittsgeld

Es ist Ecclestones bislang größter Coup. Das Antrittsgeld in Russland soll sogar den bisherigen Rekord in Abu Dhabi übertreffen, und der wurde auf 42 Millionen Dollar taxiert. Für die Formel 1 ist Russland ein interessanter Markt. Mehr noch als China, denn mit Renault-Pilot Vitaly Petrov gibt es wenigstens einen Bezugspunkt zur Formel 1. Das Projekt in Sotschi wird vermutlich auch die Karriere des bislang eher enntäuschenden Russen retten.

Einigen wenigen Glanzlichtern lässt Petrov immer wieder Unfälle und erschreckend schwache Rennen folgen. Mit Mikhail Aleshin hat der Riesenstaat nun noch ein zweites Eisen im Feuer. Der 23-Jährige aus Moskau gewann vergangenes Wochenende die Renault-Weltserie und bekommt als Belohnung einen Formel 1-Test im Renault R30 im Anschluss an den GP Abu Dhabi.

Stadtkurs für 140 Millionen Euro

Die Rennstrecke von Sotschi wird sich von den Retortenpisten in Bahrain, Abu Dhabi, Istanbul, Korea oder Shanghai deutlich unterscheiden. Der Kurs soll durch die Stadt führen und nur teilweise permanent sein. Ein Teil der Streckenführung führt offenbar an der Uferpromenande am schwarzen Meer vorbei, um einen Hauch von Monte Carlo auf Russlands ersten GP-Zirkus zu zaubern. Die Kosten für das Projekt werden auf über 140 Millionen Euro taxiert.
 

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