Safety-Car

Teams wollen protestieren

Foto: Mercedes 70 Bilder

Nachdem in Australien das Feld durch die Safety-Car-Phasen wild durcheinander gewürfelt wurde, fordern die Teams nun eine Änderung des Reglements.

Auch eine Woche nach Melbourne ist der Auftakt-GP immer noch das Gesprächsthema Nummer eins im Fahrerlager. Im Mittelpunkt der Aufregung steht die aktuelle Safety-Car-Regelung. Stein des Anstoßes ist die sofortige Schließung der Boxengasse, bis das Feld hinter dem Pace-Car neutralisiert ist. "Das kann eine WM entscheiden", beschwert sich Ferrari Technikdirektor Aldo Costa. "Das ist ein reines Lotteriespiel."

Pech kann jeden treffen

Rubens Barrichello war in Melbourne der größte Verlierer der Regel. Mit leerem Tank war der Brasilianer gezwungen zur Box zu gehen, was automatisch zu einer Stop and Go-Strafe führte. Solch ein Pech kann jeden treffen. "Nur der Spitzenreiter kann sich leisten, seinen Stopp sicherheitshalber vorzuziehen", sagt Ferrari-Stratege Luca Baldisseri.

Neben Barrichello gehörten auch Kovalainen und Alonso zu den Opfern. Sie fanden sich plötzlich hinter dem langsameren Toro Rosso von Sebastien Bourdais wieder. Die Teams wollen nun bei der FIA gegen die Regelung protestieren. Die Schließung der Boxen dient eigentlich dazu, die Sicherheit zu erhöhen. Man will damit verhindern, dass die Piloten mit Vollgas an die Boxen fahren.

Schumi fordert Änderung

Nun wird über Alternativen diskutiert. Honda Teamchef Ross Brawn schlägt vor, das Problem über die Standardelektronik zu regeln. Auch Ex-Weltmeister Michael Schumacher schaltete sich in die Diskussion ein: "Man könnte zum Beispiel anhand der Sektorzeiten, feststellen, ob ein Fahrer zu schnell war. Das macht man ja auch so, wenn gelbe Flaggen gezeigt werden." Auch Schumi fordert eine Änderung des Status quo: "Durch die neuen Regeln spielt für meinen Geschmack der Zufall eine zu große Rolle."

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