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Vettel muss drei Plätze zurück

Sainz versuchte zu helfen

Um 18.04 Uhr kam die schlechte Nachricht für Sebastian Vettel. Der Ferrari-Star muss drei Startplätze zurück, weil er im Q2 Carlos Sainz behindert hatte. Sainz versuchte Vettel noch zu helfen, doch die Sportkommissare blieben hart.

Es läuft gerade nicht rund für Sebastian Vettel. Der Startcrash mit anschließender Strafe in Paul Ricard hat den Ferrari-Piloten einen möglichen zweiten Platz gekostet. Das gleiche kann Vettel vielleicht auch nach dem GP Österreich sagen. Zwei Stunden nach der Qualifikation erhielt Vettel die Nachricht, dass er am Sonntag drei Startplätze nach hinten muss. Dazu gibt es einen Strafpunkt. Der Ferrari-Star startet damit nur aus der dritten Reihe. Direkt vor ihm die Heißsporne Max Verstappen und Romain Grosjean.

Die Sportkommissare Garry Connelly, Silvia Bellot, Walter Jobst und Derek Warwick sprachen Vettel schuldig, weil er im Q2 Carlos Sainz ausgangs Kurve 1 behindert hatte. Der Spanier musste seine Qualifikationsrunde abbrechen. Vettel befand sich bereits in einer Auslaufrunde. Der Vorfall wurde vom Rennleiter an die Sportkommissare gemeldet. „Wir haben uns nicht bei der FIA beschwert“, verrät Renault-Einsatzleiter Alan Permane. Wohl auch, weil keiner der beiden Renault-Piloten von Vettels Strafe profitiert.

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Bei der Anhörung der beiden Fahrer versuchte sich Carlos Sainz sogar für Vettel einzusetzen. Der Spanier erklärte den Sportkommissaren, dass er sich bereits mit seinem ersten Q2-Versuch für das Q3 qualifiziert hatte und die Behinderung deshalb für ihn nicht relevant gewesen sei. Außerdem berichtete Sainz, dass Vettel offenbar gar nicht bewusst war, dass da ein anderes Auto näher kam. Vettel verteidigte sich damit, dass er vom Team nicht gewarnt worden sei. „Es ist immer blöd, wenn der Fahrer den Fehler des Teams ausbaden muss“, fühlte Permane mit.

Vettel war zu langsam auf der Ideallinie

Vettel erzählte den Vorfall so: „Ich habe Carlos auf meiner schnellen Runde in den Kurven 7 und 8 überholt. Als ich mit meiner Runde fertig war, habe ich auf der Zielgeraden in den Spiegel geschaut, weil ich mir schon dachte, dass er gleich kommen wird. Da war aber kein Auto zu erkennen. Ausgangs der ersten Kurve habe ich noch einmal im Spiegel gecheckt, wo er ist. Ich habe aber immer noch keinen Renault gesehen. Im gleichen Augenblick wurde mir klar, warum die Straße hinter mir frei war. Carlos lag schon neben mir. Tut mir natürlich leid. Du willst keinem Kollegen die Runde zerstören.“

Die vier Schiedsrichter gaben sich mit dieser Entschuldigung nicht zufrieden. In ihrer Begründung schrieben sie: „Obwohl das Team bestätigte, dass sie den Fahrer von Auto Nummer 5 nicht informiert hatten und obwohl wir uns vergewissern konnten, dass Vettel im Spiegel nichts gesehen hat, sehen wir ein Vergehen darin, dass er auf seiner Auslaufrunde extrem langsam fuhr, und das auch noch auf der Ideallinie. Im Lichte aller Strafen für Behinderungen seit 2016 halten wir eine Strafversetzung um drei Plätze für angemessen.“

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hörte während der Mercedes-Medienrunde von der Entscheidung der Sportrichter. „Das macht uns das Leben natürlich leichter“, so Wolff.

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