Saisonvorbereitung

Wertvolle Testtage verschenkt

Toro Rosso Foto: dpa 27 Bilder

Die Regeln kennen keine Ausnahmen: Nur 20 Tage darf jedes Team vor der Saison 2009 testen. Viele haben das Kontingent schon stark geschröpft, obwohl nur ein Teil davon produktiv genutzt werden konnte.

Als sich die F1-Teams im Zuge des Sparkurses auf nur 20 Testtage vor der Saison einigten, konnten sie nicht ahnen, dass die Vorbereitung von Wind, Regen und Sandstürmen durcheinandergewirbelt wird. Kein Team blieb bisher von den Wetterkapriolen verschont.

Schon in der ersten Testwoche in Portimao konnten von vier Tagen nur ein einziger halbwegs vernünftig genutzt werden. Toro Rosso, Williams, McLaren-Mercedes, Toyota und Renault verschenkten im portugiesischen Mistwetter jeweils zwei komplette Tage. Auch Ferrari blieb im heimischen Mugello nicht von Regen verschont. Von vier Testtagen wurden drei durch Niederschläge gestört.

BMW-Sauber gleich doppelt vom Winde verweht

Mehr Glück hatte zunächst BMW-Sauber. Die Blau-weißen präsentierten ihr neues Auto im sonnigen Valencia und fanden an allen vier Tagen eine trockene Strecke vor. Das geplante Programm wurde allerdings von starken Windböen durcheinandergebracht. Außerdem machten die kühlen Temperaturen die Reifentests bei allen Teams in der ersten Woche nahezu unbrauchbar.

Wegen der widrigen Bedingungen entschieden sich die Bayern den zweiten Test in die arabische Wüste zu verlegen. In Bahrain, so die Überlegung, müssten doch endlich warme Temperaturen und konstante Bedingungen herrschen.

Doch der Aufpreis von rund einer halben Million Euro für den langen Flug in den Mittleren Osten machte sich nicht bezahlt. Wegen starker Sandstürme standen die Autos fast zwei komplette Tage in der Garage. Auch Ferrari und Toyota ereilte dieses Schicksal auf dem Sakhir Circuit.

Mehr Glück in Jerez

Die in Europa gebliebenen Teams mussten dagegen nur einen Tag dem Regen opfern. Die weiteren drei Testsessions in Jerez konnten Red Bull, McLaren-Mercedes, Renault, Williams und Toro Rosso endlich nutzen, um wertvolle Kilometer zurückzulegen.

Das einzige Team, das bisher vom schlechten Wetter profitiert hat, ist Force India. Die Mallya-Mannschaft war bis jetzt noch gar nicht im Einsatz. Aufgrund der verspäteten Fertigstellung des neuen Autos bleiben Adrian Sutil und Giancarlo Fisichella aber sowieso höchstens noch acht Testtage, um den neuen Boliden einsatzbereit zu machen.

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