Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019 Stefan Baldauf
Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019
Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019
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Sebastian Vettel - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019 150 Bilder

Alfa-Sauber voll im Plan

Konzept mit mehr Potenzial

Nach allen Hochrechnungen ist Alfa Romeo Sauber die Nummer 4 in der Hackordnung der Formel 1. Der Schweizer Rennstall hat mit einem mutigen Auto einen Volltreffer gelandet.

In der Rangliste der schnellsten Testrunden lag Kimi Räikkönen nach fünf Testtagen hinter Nico Hülkenberg, Alexander Albon, Daniil Kvyat, Lano Norris und Pierre Gasly auf Platz 6. Die Simulationen der Teams zeichnen ein anderes Bild. Da liegt Sauber hinter den drei Top-Teams auf Platz 4. „Es geht im Mittelfeld unheimlich eng zu“, wehrt Teamchef Frédéric Vasseur Vorschusslorbeeren ab.

Die Reihenfolge auf dem Papier täuscht. In den schnellsten Runden liegt Renault vor Toro Rosso, McLaren und Sauber. Die Sektorzeiten lassen jedoch vermuten, dass Sauber bei seinen schnellen Runden mit mehr Benzin unterwegs war als die direkte Konkurrenz. „Wenn wir wollen, fahren wir 1.16er Zeiten“, bestätigt Teammanager Beat Zehnder.

Sauber deckt Karten noch nicht auf

Vasseurs Erklärung, warum man sich früh aus der Deckung gewagt hat, lässt ebenfalls vermuten, dass der Sauber C38 bei Räikkönens schneller Runde noch eine respektable Restmenge Benzin im Tank hatte. „Irgendwann musst du mal mit 30 Kilo Sprit rumfahren, um zu sehen, wie sich dein Auto anfühlt, wenn es leichter ist. Es kommt vor, dass sich das Fahrverhalten komplett ändert. Da willst du nicht in Melbourne überrascht werden.“

Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019
Aktuell

Die Verpflichtung von Kimi Räikkönen hat sich jetzt schon gelohnt: „Er gibt mit seiner Erfahrung eine klare Richtung vor, und er weiß von den Top-Teams, welchen Weg man gehen muss. Das hilft einem jungen Team wie uns.“

Sauber hat sich mit einem ungewöhnlichen Auto weit aus dem Fenster gelehnt. Ein mutiger Schritt, der sich schon ausgezahlt hat und vielleicht noch auszahlen wird. „Wir hoffen, dass wir mit unserem Konzept einen größeren Entwicklungsspielraum haben als unsere Konkurrenz“, erzählt Vasseur.

Kleine Upgrades jedes Rennen

Sauber wird an seiner Politik der kleinen Schritte festhalten. Sie hat sich schon letztes Jahr bewährt. Lieber jedes Rennen ein kleines Upgrade, das man versteht, als alle paar Rennen ein großes, das Rätsel aufgibt. „Wir haben neue Teile hier beim zweiten Test, neue Teile in Melbourne und neue Teile in Bahrain“, verrät Vasseur.

Der Rennstall aus Hinwil befindet sich weiter im Aufbau. Im Augenblick arbeiten 430 Leute für den WM-Achten des Vorjahres. Das Budget liegt ungefähr in dem Bereich von Haas und Racing Point.

„Für uns in der Schweiz ist es härter, weil die Löhne höher sind“, erklärt Vasseur. „Wir konkurrieren nicht mit den englischen Teams, sondern mit der Schweizer Firma nebenan. Die bestimmt das Lohn-Niveau.“ Deshalb hofft der Franzose, dass sich Liberty mit seinem Kostendeckel durchsetzt. „Dann wird Effizienz belohnt. Und die Preise werden fallen. Bei den Angestellten und den Zulieferfirmen.“

Alfa Romeo Sauber C38: Das mutigste Auto im Formel-1-Feld

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