Sauber in Malaysia

Schweizer mit Glück im Unglück

Perez GP Malaysia 2011 Formel 1 Foto: xpb 19 Bilder

Während Sergio Perez nur knapp einer Katastrophe entging, zeigte Teamkollege Kamui Kobayashi mit dem siebten Platz eine starke Leistung. Nach der Disqualifikation in Melbourne landeten die ersten Punkte auf dem Konto.

In Melbourne ging Sauber durch ein tiefes Tal. Die hart erkämpften Punkte wurden den Schweizern wegen eines nicht regelkonformen Heckflügels wieder aberkannt. In Malaysia gab es nun gleichermaßen Freud und Leid.

Perez' Auto wurde von Teil getroffen

Sergio Perez musste den Sauber C30 vorzeitig abstellen, weil ihm ein Teil von Konkurrent Sebastien Buemi ins Auto flog. "Wir vermuten es war ein Teil des Ballasts", erklärt Teammanager Beat Zehnder. "Unter anderem wurde der Kabelbaum zerschlagen und die elektronische Fahrzeugkontrolle ECU beschädigt. Das hat zu einem Stromausfall geführt. Nun haben wir ein Loch im Chassis. Für China bekommt Sergio ein neues."

Perez berichtet: "Ich fuhr hinter Sebastien Buemi her, und plötzlich flog etwas von seinem Auto weg und traf meines am Unterboden. Der Feuerlöscher ging los, und die Stromversorgung des Autos fiel aus." Der Mexikaner hatte Glück im Unglück. Schließlich hätte ihn das Teil auch direkt treffen können. "Wir haben die FIA informiert", sagt Zehnder. Dort wird nun geprüft, welches Teil den Sauber getroffen hat und ob es Konsequenzen geben wird.

Kobayashi unterhielt mit Überholmanövern

Bei all dem Schrecken erlebten die Schweizer in Malaysia aber auch schöne Momente. Kamui Kobayashi sicherte dem Team endlich die ersten verdienten Punkte. Durch die Strafen für Lewis Hamilton und Fernando Alonso rückte der Japaner sogar um einen Rang auf Position sieben auf.

"Ich bin sehr glücklich damit", sagte Kobayashi, der auf eine Zweistopp-Strategie setzte. Während des Rennens unterhielt er die Zuschauer wieder mal mit couragierten Überholmanövern. Mehrmals ging er an Schumacher vorbei. "Wir hatten eine andere Strategie, deshalb war ich immer zu einem anderen Zeitpunkt schneller." Sein Duell mit Mark Webber hat ihn etwas erstaunt. "Es war toll mit ihm zu kämpfen, aber letztlich war er viel schneller."

Wie in Australien bewährte sich der Sauber wieder als Reifenflüsterer. "Das Auto scheint sanfter mit den Reifen umzugehen", sagt Zehnder. "Die Rundenzeiten werden zwar langsamer, aber nicht so sehr wie bei den anderen. Wir können die Phase, in der der Reifen um bis zu vier Sekunden abbaut, länger heraus zögern."

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