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Sauber bestätigt Honda-Trennung

Motoren-Deal für 2018 geplatzt

Sauber hat die für 2018 angekündigte Partnerschaft vorzeitig beendet. Die Schweizer bestätigten offiziell, dass der Motorendeal nicht zustande kommt.

Diese Ehe hielt nur 3 Monate lang. Sauber wird nun doch nicht in der kommenden Saison zum Honda-Kundenteam werden. Der Vertrag über die Lieferung von Motoren, der erst Ende April unterschrieben wurde, sei aufgelöst worden, bestätigte der Rennstall aus Hinwil am Rande des Budapest-Rennwochenendes.

Sauber kann nicht auf Honda warten

Sauber zog damit wie erwartet die Ausstiegsklausel. Grund für die Entscheidung ist die unsichere Formel 1-Zukunft des japanischen Autobauers. Wegen anhaltender Erfolglosigkeit erwägt Honda nach wie vor den Ausstieg aus der Königsklasse. Allerdings soll die Entscheidung darüber erst im Oktober fallen.

Sauber kann es sich aber nicht leisten, so lange zu warten. Aus Mangel an technischen Ressourcen muss das kleine Privatteam jetzt sicher wissen, welches Aggregat nächstes Jahr zum Einsatz kommt. Die Ingenieure müssen bei der Entwicklung des neuen Autos nicht nur die Abmessungen des Triebwerks und seiner einzelnen Bauteile kennen sondern auch den Kühlbedarf.

Sauber mit Ferrari oder Mercedes?

Welcher Antriebslieferant nun kurzfristig für Honda einspringt, ist noch nicht klar. Sauber gab lediglich bekannt, dass der neue Motorenpartner in Kürze bekanntgegeben werden soll. Als wahrscheinlichste Kandidaten gelten Mercedes und Ferrari, die mit dem Motorenvertrag gerne auch einen Deal über die Anstellung ihrer Junior-Fahrer bei Sauber verknüpfen würden.

Sauber-Teamchef Frédéric Vasseur bedauerte die vorzeitige Trennung von Honda: „Es tut mir leid, dass wir die geplante Zusammenarbeit mit Honda zu diesem Zeitpunkt abbrechen müssen. Diese Entscheidung wurde aus strategischen Gründen getroffen. Wir hatten dabei vor allem das Wohlergehen von Sauber in der Zukunft im Auge. Wir bedanken uns bei Honda für die Partnerschaft und wünschen ihnen alles Gute für ihre Zukunft in der Formel 1.“

Trennung nach Teamchef-Wechsel

Honda sprach, wie in solchen Fällen üblich, von einer einvernehmlichen Trennung. Die Japaner machten den Wechsel des Teamchef-Postens bei Sauber mitverantwortlich für den Abbruch der Partnerschaft. Motorsport-Manager Masashi Yamamoto bedauerte den Schritt: „Wir hatten schon eine gute Beziehung zu Sauber aufgebaut und uns darauf gefreut, gemeinsam die Saison 2018 anzugehen.“

„Nach dem Wechsel in der Führungsriege des Teams haben wir in Gesprächen gemeinsam beschlossen, das Projekt abzublasen. Der Grund dafür sind unterschiedliche Vortstellungen beider Parteien über die zukünftige Ausrichtung. Wir danken Sauber aber für die Zusammenarbeit und wünschen Ihnen alles Gute.“

Honda betonte am Ende der Pressemitteilung noch einmal, dass das Ende der Sauber-Ehe kein Zeichen für einen bevorstehenden Formel 1-Ausstieg sei: „Hondas Leidenschaft für den Rennsport und das feste Bekenntnis zur Formel 1 sind nach wie vor unverändert vorhanden“, heißt es.

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