Sauber C30

Der Mexiko-Express rollt an

Sauber C30 Foto: Sauber 19 Bilder

Sauber C30 - so heißt die Schweizer Erfolgsformel für die Saison 2011. Am Montag (31.1.) zogen Kamui Kobayashi und Sergio Perez in Valencia das Tuch von ihrem neuen Dienstwagen. Teamchef Peter Sauber fordert eine klare Verbesserung zum Vorjahr.

Mit dem Sauber C30 konnte der Rennstall aus dem Schweizerischen Hinwil endlich wieder zur Normalität übergehen. Nach der Übernahme des ehemaligen BMW-Werksteams und einem ereignisreichen Übergangsjahr gelang es Peter Sauber, sein Team sportlich und finanziell wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen.

Mexiko-Sponsor auf neuem Sauber C30

Dank des mexikanischen Hauptsponsors Telmex steht das Teambudget auf einem soliden Fundament. Für sportliche Erfolge soll Technikchef James Key sorgen, der während der vergangenen Saison von Force India zu Sauber stieß. Der neue C30 ist der erste Sauber, bei dem Key von Beginn an die Finger im Spiel hatte.

Mit Hilfe des Engländers konnte Sauber mit dem schwachen C29 in der zweiten Saisonhälfte noch einige beachtliche Ergebnissen einfahren. Da sind die Erwartungen mit dem neuen Auto natürlich hoch. Selbst der sonst eher reservierte Peter Sauber fordert eine deutliche Verbesserung von seinem Team: "Wir wollen regelmäßig in die Punkte fahren und unsere Position in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure klar verbessern." Ausreden gibt es nun keine mehr.

Acht Monate Entwicklung am Sauber C30

Der neue Sauber C30 soll sich gegenüber dem ungeliebten Vorgänger in allen Punkten gesteigert haben. Eine höhere Zuverlässigkeit, eine effizientere Aerodynamik, mehr Traktion in langsamen Kurven, ein besseres Federverhalten über Randsteine und flexiblere Abstimmungsmöglichkeiten beim Fahrwerk standen im Lastenheft von James Key ganz oben.

"Wir haben mit dem Konzept des Autos Anfang Mai begonnen und dabei die Architektur definiert: die genaue Position von Motor und Getriebe, den Radstand, das Chassis mit dem Tank sowie die Kühleranordnung", erklärt Key. "Dadurch konnten wir unsere begrenzten Ressourcen bestmöglich nutzen und im Herbst 2010 besonders viel Zeit in jene Bereiche investieren, die großen Einfluss auf die Performance des Autos haben."

Sauber C30 mit vielen Detailverbesserungen

Herausgekommen ist ein Auto, das sich auf den ersten Blick nicht vor den Spitzenteams verstecken muss. Die Nase trägt der Sauber dem allgemeinen Trend folgend sehr hoch, um den Luftstrom zum Unterboden zu optimieren. Das Heck ist kompakt, die Motorhaube nach unten stark eingezogen und nach hinten deutlich abfallend. Die seitlichen Kühleinlässe sind höher angeordnet und im Durchmesser verkleinert. Komplett überarbeitet wurden auch der Bereich des Überrollbügels und die Flügelbefestigungen.

"Die Summe der Veränderungen umzusetzen, war eine faszinierende Aufgabe", sagt Key. "Um 2011 einen Schritt nach vorne machen zu können, sind wir die Defizite des C29 bereits im Lauf der vergangenen Saison systematisch angegangen und haben Fortschritte erzielt. Weil einige reglementbedingte Veränderungen, allen voran die Reifen, erst im Fahrbetrieb erforscht werden können, war es uns wichtig, erstens ein grundsätzlich berechenbares Auto zu bauen und zweitens eines, das uns ausreichend Flexibilität bietet, um an der Rennstrecke und bei der Weiterentwicklung auf neue Erkenntnisse reagieren zu können."

Sauber mit Mexiko-Rookie Sergio Perez

Eine weitere Unbekannte sitzt im Cockpit. Mit Sergio Perez hat Peter Sauber ein junges Talent ins Team geholt, das nun seine Formel 1-Tauglichkeit unter Beweis stellen muss. Der GP2-Vizemeister aus Mexiko geht die Aufgabe realistisch an: "Ich habe viel zu lernen, und in Kamui einen guten Gradmesser. Mein persönliches Ziel ist, mich konstant zu entwickeln. Konstanz ist nicht nur für mich, sondern auch für das Team wichtig. Die Begeisterung in meiner Heimat ist riesig, und auch dort möchte ich niemanden enttäuschen."

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