Sauber-Crash in Silverstone

Kobayashi mit Glück im Unglück

Kamui Kobayashi Crash Foto: dpa 94 Bilder

Kamui Kobayashi sorgte mit einem spektakulären Abflug für den Höhepunkt des ersten Trainings. Der Japaner gab anschließend zu, dass er noch Glück hatte. Es hätte noch deutlich schlimmer ausgehen können.

Die Strecke in Silverstone war nass, die Bedingungen schwierig. Im ersten Training zum GP England am Freitag (8.7.) musste man mit Ausrutschern und Abflügen rechnen. Der Crash von Kamui Kobayashi kam dann aber doch überraschend. Der Japaner schmiss seinen Sauber in der Zielkurve mit Nachdruck in die Bande, nachdem er zuvor spektakulär über die Wiese gerutscht war.

Reparatur-Budget von Sauber erneut belastet

"Ich bin etwas zu weit nach außen über die Curbs gekommen und habe die Kontrolle verloren. Das war es auch schon", berichtet der für seinen spektakulären Fahrstil bekannte Japaner. Auf einer Bodenwelle wurde das Auto ausgehebelt und überschlug sich beinahe. "Da habe ich nochmal Glück gehabt", erklärte Kobayashi, nachdem er sich noch einmal die Fernsehaufnahmen angeschaut hatte.

Der durchgeschüttelte Pilot überstand den Unfall ohne Schaden. Teamchef Peter Sauber dürfte dennoch nicht begeistert gewesen sein. Nachdem schon Sergio Perez in Monaco beziehungsweise Kobayashi und Pedro de la Rosa in Montreal für viel Carbon-Schrott gesorgt hatten, wurde das Reparaturbudget des Schweizer Teams nun erneut schwer belastet. Die Bestandsaufnahme in der Box ergab immerhin, dass die wichtigsten Teile wie z.B. das Chassis verschont geblieben sind.

Kobayashi bleibt auf dem Gas

Am Ende mussten in der Mittagspause der Frontflügel, der Heckflügel, beide Aufhängungen rechts und der Unterboden wegen Beschädigungen gewechselt werden. "Zur Sicherheit haben wir auch noch ein neues Getriebe eingebaut", erklärte Technikchef James Key. "Zum Glück hatte Kamui keine Evolutionsteile am Auto, die nur in begrenzter Stückzahl vorhanden sind."

Kobayashi konnte mit dem reparierten Auto im zweiten Training wieder ausrücken. Nach Ansicht der Daten, war die Erklärung für den Unfall einfach. "Kamui kam neben die Strecke und hat die Gasstellung gehalten. Er hat zwar nicht mehr Gas gegeben, aber er ist auch nicht vom Gas gegangen. Das hat gereicht", erklärte Key in einer ersten Analyse.

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