Charles Leclerc - Sauber - Formel 1 - GP Frankreich - Circuit Paul Ricard - Le Castellet - 23. Juni 2018 sutton-images.com
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Frankreich - Circuit Paul Ricard - Le Castellet - 23. Juni 2018
Hamilton & Vettel - Formel 1 - GP Frankreich - Circuit Paul Ricard - Le Castellet - 23. Juni 2018
Valtteri Bottas - Formel 1 - GP Frankreich - Circuit Paul Ricard - Le Castellet - 23. Juni 2018
Dieter Zetsche - Formel 1 - GP Frankreich - Circuit Paul Ricard - Le Castellet - 23. Juni 2018 69 Bilder

Sauber-Sensation durch Leclerc

Kleine Updates, große Wirkung

Beim GP Frankreich feierte Sauber das beste Trainingsergebnis seit drei Jahren. Charles Leclerc qualifizierte sich für den 8. Startplatz. Marcus Ericsson schaffte es ins Q2. Beide aus eigener Kraft. Bei Sauber schlagen die Upgrades voll an.

Das war eine Ohrfeige für McLaren und Williams. Die beiden Traditionsteams flogen geschlossen im Q1 raus. Sauber kam locker mit beiden Autos weiter. Und dann noch das Sahnehäubchen obendrauf. Charles Leclerc stieß sogar ins Q3 vor und ließ dort die beiden HaasF1 hinter sich.

Bei Sauber wird die Sensation wie ein Sieg gefeiert. Teammanager Beat Zehnder steht mitten im Trubel vor dem Motorhome und fragt: „Wann sind wir eigentlich zum letzten Mal aus den Top Ten in der Startaufstellung losgefahren?“ Kleine Erinnerungsstütze: Das war Felipe Nasr beim GP Österreich 2015.

Die gute Nachricht: Leclercs Leistung war kein Zufall. Ericsson schaffte es ins Q2 und wäre dort mindestens zwei Plätze weiter vorne als Rang 15 gestanden, wäre er in Kurve 2 nicht über den Randstein gefahren. „Da habe ich mindestens eine halbe Sekunde verloren“, berichtete der Schwede. Ericsson war trotzdem zufrieden. „Ich hatte nach meinem Unfall am Freitag nur acht Runden Vorbereitungszeit und bin im Q1 die Zeiten von Charles gefahren.“

Leclerc bewirbt sich für Beförderung

Jock Clear & Charles Leclerc - Formel 1 - GP Frankreich - Circuit Paul Ricard - Le Castellet - 23. Juni 2018
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Ferrari-Chefingenieur Jock Clear war einer der ersten Gratulanten bei Charles Leclerc.

Leclercs 8. Startplatz ist eine Kampfansage an Kimi Räikkönen in der Bewerbung um das zweite Ferrari-Cockpit. Während der Finne beide Versuche im Q3 wegen Fehlern abbrechen musste, brachte Leclerc seinen einzigen Versuch auf den Punkt. Und da wäre noch Luft nach oben gewesen. Im Q2 fuhr der Monegasse 6 Zehntel schneller. Die Zeit hätte sogar für Carlos Sainz im Renault gereicht.

Saubers wundersamer Aufstieg hat auch mit dem Auto zu tun. „Wir haben in den letzten drei Rennen immer kleine Änderungen ans Auto gebracht. Alle haben funktioniert. Das Auto kann genau das, was Leclerc gezeigt hat“, freut sich Zehnder.

In Paul Ricard brachten die Ingenieure einen neuen Unterboden, modifizierte Leitbleche und Bremsbelüftungen an den C37. Die Änderungen zahlten sich gleich beim Debüt aus. „Wir haben überall ein bisschen mehr Grip. Im Cockpit fühlt es sich gar nicht so gewaltig an. Die Summe macht es. Wir gewinnen an jedem Bremspunkt, in jedem Scheitelpunkt, an jedem Kurvenausgang ein paar Hundertstel“, berichtet Ericsson.

Q2 wird für Sauber zur Pflicht

Plötzlich kann der Sauber auch Kurven, die vorher mangels Abtrieb ein Schreckgespenst waren. „Vom Streckenlayout ist Paul Ricard nicht unsere Paradestrecke“, sagt Zehnder. „Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir hier so gut aussehen.“ Der positive Trend bei Sauber ist schon seit einigen Rennen sichtbar. „Charles wäre schon in Kanada fast ins Q3 gefahren und Marcus ins Q2. Die zweite K.O.-Runde wird für uns langsam zur Pflicht“, meint Zehnder.

Sauber ist damit im Mittelfeld angekommen. Was für eine Blamage für Williams und McLaren, die mit jedem Upgrade schlechter als besser werden. Zehnder sieht ein Geheimnis in der Umstellung des Entwicklungsfahrplans. „Vor der Saison haben wir mit großen Upgrade-Paketen geplant. Nach drei Rennen haben wir uns anders entschieden. Kleine Schritte sind für uns besser. Weil wir sich Fahrer und Ingenieure schneller anpassen, und du besser verstehst, was das Auto macht. Außerhalb ist die Erwartungshaltung nicht so groß, wenn die Schritte kleiner sind.“

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