Sauber gegen HaasF1

Verliert Sauber wegen HaasF1 3,5 Mio Dollar?

Charles Leclerc - Formel 1 - GP USA - Austin - 2018 Foto: sutton-images.com 58 Bilder

Die Fahrer von Sauber und HaasF1 ziehen sich seit zwei Rennen magisch. Beide Male musste Charles Leclerc nach unverschuldeten Kollisionen mit Fahrern des US-Teams aufgeben. Das hat Sauber wichtige Punkte im Duell mit Toro Rosso um Platz 8 gekostet.

Ausgerechnet die beiden Ferrari-Kundenteams. Seit zwei Rennen ziehen sich die Fahrer magisch an. In Suzuka fuhr Kevin Magnussen bei Vollgas auf der Zielgerade vor die Nase. In Austin räumte Romain Grosjean den Sauber-Piloten beim Anbremsen von Kurve 12 ab.

In beiden Fällen war der Sauber von Leclerc so stark beschädigt, dass der Monegasse später aufgeben musste. In Suzuka mit einem Aufhängungsdefekt, in Austin mit komplett zerfleddertem Unterboden auf der linken Seite. Das kostete 30 Punkte Abtrieb. Beiden Ausfällen war noch ein Nasenwechsel vorausgegangen.

Haas-Disqualifikation schlecht für Sauber

Sauber-Teammanager Beat Zehnder ärgert sich: „Charles wäre in Suzuka und in Austin gut in die Punkte gefahren. Das sind Punkte, die uns im Kampf gegen Toro Rosso fehlen.“ Da war es auch kein Trost, dass Marcus Ericsson durch die spätere Disqualifikation von Magnussen noch in die Top Ten gerutscht ist. „Hartley leider auch. So hat Toro Rosso einen Zähler mehr gemacht als wir. Uns wäre lieber gewesen, es hätte keine Disqualifikationen gegeben“, so Zehnder.

Charles Leclerc - GP Japan 2018 Foto: sutton-images.com
In Suzuka fuhr Magnussen Leclerc vor die Nase. Eine Strafe gab es nicht.

Zwischen Sauber und Red Bulls Juniorteam geht es um Platz 8. Im Moment liegen 4 Punkte zwischen den beiden Teams. „Wir müssen also noch fünf Punkte aufholen. Toro Rosso hat mit Platz 4 in Bahrain das bessere Einzelresultat“, erklärt Zehnder. In dem Fall geht es um die Ehre und um Geld. Der Unterschied zwischen Platz 8 und 9 liegt in der Ausschüttung ungefähr bei 3,5 Millionen Dollar.

Zehnder blickt mit gewissem Stolz auf die Saison zurück: „Toro Rosso wurde nach dem 4. Platz in Bahrain schon als neue Nummer vier hochgejubelt. Da waren wir noch ganz unten. Danach haben wir uns gut gefangen und sind elf Mal in die Punkte gefahren. Man muss auch mal schauen, wo wir hergekommen sind. Da wäre Platz 8 eine schöne Belohnung.“ Und dann die Kampfansage: „Wir werden uns die Punkte in Sao Paulo holen. Da waren wir schon immer stark.“

Zu geringe Strafen für HaasF1-Piloten

Der Sauber-Teammanager versteht auch die Reaktion der Sportkommissare in den beiden Fällen nicht. Magnussen ging in Suzuka völlig straffrei aus. Inzwischen hat selbst die FIA zugegeben, dass man anders entscheiden würde, wenn man das Rad der Zeit noch einmal zurückdrehen könnte.

Grosjean bekam für die Kollision in Austin eine Versetzung um drei Startplätze und einen Strafpunkt aufgebrummt. „Für so etwas gibt es normalerweise drei Strafpunkte. Aber wenn sie die vergeben hätten, müsste Grosjean in Mexiko jetzt zuschauen. Er hat es geschickt gespielt, indem er jegliche Schuld sofort zugegeben hat. Das hat die Richter milde gestimmt“, erzählt Zehnder.

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