Sauber vor dem GP Monza

Fehler sind in Italien nicht erlaubt

Kamui Kobayashi Foto: Sauber 48 Bilder

Sauber reist mit gedämpften Optimismus nach Monza. Auch mit dem speziellen Highspeed-Aeropaket erwartet das Team ein schwieriges Italien-Wochenende. Wenn es trotzdem WM-Punkte geben soll, müssen vor allem die Fahrer ihre Fehlerquote reduzieren.

Für Sauber ist Monza nicht gerade die ideale Strecke. Auf den langen Geraden des Autodromo di Monza kommt es vor allem auf aerodynamische Effizienz an. In dieser Disziplin konnte der C29 in dieser Saison noch nicht überzeugen.

Um trotzdem ein gutes Ergebnis zu erzielen, kommt Sauber wie die anderen Teams auch mit einem speziellen Highspeed-Aeropaket. "Es bietet verschiedene Optionen für den Heckflügel und Versionen für den Frontflügel", erklärt Technikchef James Key. Ob der F-Schacht auf dem Auto bleibt, soll sich jedoch erst an vor Ort an der Strecke entscheiden.

Sauber hofft auf Punkte in Monza

Was die Monza-Wundertüte für Sauber zu bieten hat, können selbst die Experten im Team schlecht einschätzen. Die Kampfansage von James Key fällt deshalb etwas zurückhaltender aus. "Es ist schwierig für uns, Erwartungen zu formulieren, weil Monza so einzigartig ist. Womöglich liegt die Strecke unserem Auto nicht sehr gut, deshalb werden wir hart arbeiten, um das maximal Mögliche zu erreichen."

Wenn es Punkte geben soll, müssen Autos und Fahrer in Italien perfekt funktionieren. Grobe Schnitzer wie noch in der Qualifikation zum GP Belgien kann man sich nicht leisten. "Um unsere Chancen zu optimieren, müssen wir für das Auto die bestmöglichen Lösungen finden und dürfen uns am Wochenende keine Fehler erlauben", weiß auch Kamui Kobayshi.

De la Rosa und Kobayashi bleiben optimistisch

In Spa waren beiden Autos im Zeittraining ins Kiesbett gerutscht und mussten aus den hinteren Reihen starten. Kobayashi konnte mit Rang acht und vier WM-Punkten gerade noch Schadensbegrenzung betreiben. Pedro de la Rosa lieferte mit Platz elf auch im Rennen keine überzeugende Vorstellung ab.

In Monza erwartet der Spanier erneut einen harten Kampf. "Es wird bestimmt kein einfaches Wochenende für uns, weil der Kurs unserem Auto eigentlich nicht gut liegen dürfte." Entmutigen lässt sich der Routinier allerdings nicht. "Wir haben bei anderen Gelegenheiten, beispielsweise in Budapest, bewiesen, dass wir auch auf Strecken gut sein können, die uns theoretisch Schwierigkeiten machen sollten. Ich fahre immer gern nach Italien und freue mich auf das Rennen."

Auch Kobayashi gibt sich vor seinem ersten Formel 1-Auftritt im Königlichen Park zuversichtlich: "Ich habe sehr gute Erinnerungen an Monza, weil ich dort 2005 im Formel Renault Eurocup die Meisterschaft gewonnen habe, und natürlich bin ich dort auch GP2 gefahren. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, weitere Punkte zu sammeln, ehe wir anschließend nach Asien weiterziehen."

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