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Sauber holt 14 WM-Punkte in Australien

Von Null auf 3 in der Teamwertung

Sauber hat in Australien endlich wieder Punkte eingefahren. Felipe Nasr und Marcus Ericsson sorgten für die ersten Top Ten-Resultate seit fast anderthalb Jahren. Für Sauber kam der sportliche Erfolg genau zur richtigen Zeit.

Für Sauber war es keine einfache Melbourne-Woche. Doch am Rennsonntag war der ganze Ärger um den Van der Garde-Gerichtsprozess plötzlich verflogen. Die blauen Autos aus Hinwil zeigten sich deutlich konkurrenzfähiger als ihre grauen Vorgänger im Vorjahr. Felipe Nasr raste überraschend auf Rang 5, Marcus Ericsson landete auf Position 8.

Sauber mit ersten Punkten nach 16 Monaten

Damit sammelte Sauber insgesamt 14 Punkte. Nach der Nuller-Saison 2014 ein ungewohntes Gefühl für die Fans des Schweizer Rennstalls. Der letzte Sauber-Pilot, der es in die Top Ten schaffte, hieß Nico Hülkenberg - im November 2013 in Sao Paulo. Mit dem guten Ergebnis aus Melbourne schob sich das Team aus Hinwil sogar auf Rang 3 in der Teamwertung. Nur Mercedes und Ferrari konnten besser punkten.

"Sauber im Vorjahr – das war ein Ausrutscher. Unsere Messlatte liegt normalerweise schon höher als der letzte Platz", erklärte Teamchefin Monisha Kaltenborn zufrieden. "Wir haben im Winter hart dafür gearbeitet, dass wir wieder aus eigener Kraft bessere Ergebnisse erzielen. Und wenn sich eine Chance ergibt, sie dann auch ergreifen zu können. Letztes Jahr waren wir gar nicht in der Nähe um solche Gelegenheiten zu nutzen."

Die Fortschritte sind erkennbar. Das Auto ist zuverlässig. Und auch der Speed stimmt. Sauber scheint wieder regelmäßig um Punkte kämpfen zu können - auch ohne die Ausfallorgie und die Probleme der Konkurrenz. "Das Gesamtpaket ist besser: Ferrari hat einen riesen Sprung in Sachen Motor gemacht. Und uns ist auch beim Chassis ein Schritt nach vorne gelungen", so Kaltenborn.

Nasr konstant und schnell

Einen großen Anteil an der Punkteausbeute in Melbourne hatte auch Felipe Nasr. Der auf Rang 10 gestartete Rookie pflügte sich schon in den ersten Kurven nach vorne. Dabei hatte er gleich mit mehreren Konkurrenten Feindkontakt. Kompromisslos aber nicht unfair setzte sich der Brasilianer durch. Sein C34 überstand mehrere kleinere Kollisionen ohne Schäden.

"Anfangs dachte ich, dass vielleicht doch etwas am Auto kaputt ist. Doch nach ein paar Runden fühlte sich alles normal an", freute sich der Pilot. "Nach diesem Zwischenfall verlief das Rennen nach Plan. Meine Verfolger haben mich während des Rennens stark unter Druck gesetzt, was nicht immer einfach war. Es war ein sehr emotionales Rennen, sowohl für mich als auch für das gesamte Team."

Von Teamchefin Kaltenborn gab es ein Sonderlob: "Felipe hat ein sehr gutes Rennen gezeigt - vor allem was die Konstanz angeht. Rookies zeigen ihr Talent manchmal nur in gewissen Phasen. Es stellt sich immer die Frage, ob sie das über ein ganzes Rennen halten können. Felipe ist über die komplette Distanz sehr vernünftig gefahren."

Kann Sauber weiter überraschen?

Nasr konnte sogar den Red Bull von Daniel Ricciardo hinter sich halten. Auch die stärker eingeschätzten Toro Rosso hatten keine Chance. Kaltenborn versuchte, den Ball anschließend flach zu halten. "Das war ein Rennen mit besonderen Umständen. Wir wissen, dass wir noch viel arbeiten müssen um unsere Ziele zu erreichen."

Kaufen kann sich Sauber für das gute Ergebnis leider noch nichts. "Ich gehe nicht davon aus, dass plötzlich neue Sponsoren vor der Tür stehen. Aber ich lasse mich gerne überraschen", scherzte die Teamchefin. Und dann kokettierte sie auch noch mit dem Van der Garde-Ärger: "Es war an der Boxenmauer sicher aufregender heute als alle Rennen letztes Jahr. Dabei war das Rennwochenende eigentlich auch so schon aufregend genug."

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