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Formel 1 - Honda V6 - Turbomotor
Honda-Motor - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 26. September 2015
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Honda F1 V6 - F1 2015 11 Bilder

Sauber 2018 mit Honda-Motoren

Getriebe für Sauber von McLaren

Es war ein schlecht gehütetes Geheimnis. Jetzt ist es offiziell. Sauber fährt ab 2018 mit Honda-Motoren. Der Schweizer Rennstall spart sich damit viel Geld. Das Getriebe kommt von McLaren.

Spekuliert wird schon seit November 2016. Sauber wechselt die Fronten. Von Ferrari zu Honda. Seit zwei Wochen liegt die Pressemitteilung auf dem Tisch. Tokio hat sie zurückgehalten. Es gab zu viele schlechte Nachrichten über Motorplatzer und schlechte Resultate. Das Konto von McLaren-Honda war nach 3 Rennen noch leer.

Sauber-Honda-Deal sportlich fragwürdig

Sportlich macht die Partnerschaft von Sauber und Honda aus heutiger Sicht wenig Sinn. Sauber erholt sich gerade von den Jahren finanzieller Auszehrung. Das Team befindet sich im Wiederaufbau. Der aktuelle Sauber C36 war ein Schnellschuss, den jetzt das neu formierte Konstruktionsbüro unter der Leitung von Ex-Audi-Ingenieur Jörg Zander gesundbeten muss. In so einem Fall will man wenigstens beim Motor keine Baustelle.

Sauber hat in seinen 25 Jahren Formel 1 viele Partner gehabt: Mercedes, Ford, Ferrari, BMW. Und jetzt also Honda. Für Teamchefin Monisha Kaltenborn ist das Abkommen ein Meilenstein: „Für uns ist es eine große Ehre in den kommenden Jahren mit Honda zusammenarbeiten zu dürfen. Unsere Neuausrichtung wird damit nicht nur durch den Besitzerwechsel im vergangenen Jahr, sondern auch durch die technologische Partnerschaft mit Honda sichtbar.“

Was passiert, wenn sich McLaren und Honda trennen?

Honda ist mit massiven Problemen in seine dritte Hybridsaison gestartet. Nach dem Aufwärtstrend 2016 ging es wieder steil bergab. Dem Honda V6-Turbo fehlt massiv Leistung. Obendrein gibt es an allen Ecken und Enden Zuverlässigkeitsprobleme. Stoffel Vandoorne kassierte schon im vierten Rennen die ersten Startplatzstrafen.

Trotzdem wollen die Japaner ihre Präsenz in der Königsklasse mit einem zweiten Team ausbauen. Dafür müssen das Entwicklungszentrum im japanischen Sakura und die Filiale in Milton Keynes ausgebaut werden. McLaren-Teamchef Eric Boullier sieht in Hondas Expansionspolitik eine Chance. "Mit zwei Kunden entwickelt sich schneller."

Honda-Motoren billiger für Sauber als Ferrari

Finanziell lohnt sich der Deal für Sauber. Die Schweizer liefern rund 20 Millionen Euro für Kundenmotoren bei Ferrari ab. Das Honda-Paket gibt es deutlich billiger. Ein Diskussionspunkt waren das Getriebe und die Hydraulik. Die beiden Bausteine werden ab 2018 von McLaren kommen. Entscheidend für die endgültige Unterschrift unter den Vertrag war die Frage, was passiert, wenn der Leidensdruck bei McLaren so groß wird, dass man sich von Honda trennt?

Dann hätte Sauber ein Problem mit der Kraftübertragung gehabt. Seit 2007 werden in Hinwil keine Getriebe mehr gebaut. Die Abteilung wurde nach der Übernahme von BMW aufgelöst. BMW wollte damals die Getriebe selbst bauen. Seit der Reprivatisierung 2010 kommt der komplette Antriebsstrang von Ferrari. Sauber, Honda und McLaren haben sich darauf geeinigt, dass zukünftige Getriebe für den Sauber-Honda auf jeden Fall in Woking bei McLaren gebaut werden.

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