Antonio Giovinazzi - Formel 1 - GP China 2017 xpb
Vettel vs. Verstappen - Formel 1 - GP China 2017
Lewis Hamilton - Formel 1 - GP China 2017
Sebastian Vettel - Formel 1 - GP China 2017
Max Verstappen - Formel 1 - GP China 2017 22 Bilder

Sauber mit Unfall-Wochenende

Zwei Wracks, eine hohe Rechnung

Ein langsames Auto, zwei Unfälle: Was Sauber in China erlebte, nennt man wohl ein Wochenende zum Vergessen. Und es war zugleich ein besonders teures. Teamchefin Monisha Kaltenborn fordert schnelle Verbesserungen für den C36.

Die Sauber-Mechaniker hatten in China hart zu schuften. Am Samstag feuerte Antonio Giovinazzi seinen C36 in der Zielkurve in die Mauer. Front- und Heckflügel zerbröselten, die Aufhängungen waren beschädigt, das Getriebe musste wie weitere Carbon-Teile der Verkleidung ausgetauscht werden. Einen Tag später zerfetzte der Italiener an fast derselben Stelle seinen Rennwagen ein zweites Mal.

Giovinazzi rutschte auf feuchtem Fleck aus

Diesmal schlug der C36 mit der Nase voran in der Barriere auf der Innenseite ein und blieb auf der Zielgerade liegen. Zuvor war Teamkollege Marcus Ericsson in Kurve 16 über den Kerb gerutscht, was Giovinazzi aber nicht irritiert haben soll. Der Mann aus Ferraris Nachwuchsförderung rutschte auf einem feuchten Fleck aus. Gift für die weichen Pirelli-Slicks. Es gab kein Halten mehr auf dem eisglatten Geläuf. „Antonio wollte es glaube ich heute besonders gut machen“, meinte Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn. „Es ist bitter, wenn zwei solche Unfälle hintereinander passieren.“

Im gleichen Atemzug nahm die Chefin den Wehrlein-Ersatz in Schutz. „Das ist Teil des Lernens. Er kennt die Strecke nicht und hat noch nicht die Erfahrung.“ Der Unfall-Pilot entschuldigte sich. „Natürlich ist es mir unangenehm, dass ich erneut gegen die Streckenbegrenzung geprallt bin. Daraus muss ich meine Lehren ziehen. Nun möchte ich dieses Wochenende schnell vergessen.“

Erstes großes Update in Barcelona

Zwei Wracks an zwei Tagen: Das treibt die Spesenrechnung nach oben. „Es war ein teures Wochenende für uns“, sagt Kaltenborn und lächelt gequält. Im letzten Jahr hätten Sauber die Unfälle noch mehr wehgetan. Seit schwedische Investoren übernommen haben, fließt wieder ausreichend Geld nach Hinwil.

Giovinazzis Unfälle bleiben im Kopf. Sie überdecken jedoch nicht das Grundproblem von Sauber. Das Auto ist zu langsam. Seit den Wintertests hat Sauber zwar Fortschritte gemacht, allerdings saugt sich der C36 immer noch nicht genug auf die Straße. Aktuell haben die Schweizer den langsamsten Rennwagen im Feld. Manche werden einwerfen: Warum pokerte Sauber deswegen am Start nicht mit Slicks? Kaltenborn antwortet: „Wir sind mit unserer Geschwindigkeit beschränkt in den Mitteln. Da bewirkst du auch mit einer riskanten Reifenwahl keine Wunder.“

„Es muss unsere oberste Priorität sein, das Auto zu verbessern“, fordert die Teamchefin deshalb. Nach Shanghai brachte der Schweizer Rennstall mehrere kleine Updates. Zum Beispiel eine Änderung am Frontflügel und neue Leitbleche unter der Nase. Die begrenzte Trainingszeit verhinderte ausgiebige Tests. In Bahrain sollen die Mechaniker die Neuteile zusammen mit weiteren Mini-Modifikationen wieder ans Auto schrauben. Das erste große Update kommt zum GP Barcelona. In Spanien werden die Gegner jedoch ebenfalls aufrüsten. Das ist traditionell beim Europa-Auftakt der Fall.

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