Esteban Gutierrez - Sauber - Formel 1 - GP China 2014 Sauber
Sauber C33 - Technik-Analyse - F1 2014
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Sauber rüstet auf

Ein Auto unter dem Gewichtslimit

Sauber will den Anschluss ans Mittelfeld schaffen. Ein runderneuertes Auto ist die Antwort auf vier Rennen ohne Punkte. Entscheidender Punkt ist eine Gewichtsreduzierung um 10 bis 15 Kilogramm. Damit liegt zumindest ein Sauber samt Fahrer unter dem Gewichtslimit. Der von Esteban Gutierrez.

Sauber ist mit einem Fehlstart in die neue Saison gegangen. Vier Rennen, null Punkte. Die Eidgenossen fuhren in einer eigenen Klasse zwischen dem Mittelfeld und den beiden Hinterbänklern Marussia und Caterham. Der Abstand zu Toro Rosso, Lotus und den Mercedes-Kundenteams lag bei einer halben Sekunde und mehr. Da erscheint der auch nicht ganz unproblematische Saisonstart 2013 in einem neuen Licht. Vor einem Jahr hatte Sauber zum gleichen Zeitpunkt wenigstens fünf Zähler auf dem Konto.

Sauber in schnellen Kurven bei der Musik

Der aktuelle Sauber C33 ist besser als sein Tabellenstand. GPS-Messungen zeigen, dass der Sauber in den schnellen Kurven bei der Musik ist. Doch das Auto aus Hinwil schleppte zwei gravierende Handikaps mit sich herum. Rund 20 Kilogramm Übergewicht, die zum Teil auch der Antriebseinheit von Ferrari geschuldet waren. Und ein Motor, der dem Mercedes-Triebwerken in Sachen Power deutlich hinterherhinkte.
 
Dazu kamen Software-Probleme im Bereich des Motors und der Bremskraftverteilung. Das Brake-by-wire-System wird von drei unterschiedlichen Programmen gesteuert. Die Motorensoftware kommt von Ferrari, die für Chassis und Bremsen von Sauber und das Kontrollzentrum, über das alle Befehle laufen müssen, von McLaren Electronics. Da hat es das Werksteam von Ferrari besser. Da entstehen wenigstens die Programme für Motor, Chassis und Bremsen unter einem Dach.

15 Kilogramm sind 0,5 Sekunden

In Barcelona will Sauber den Sprung auf die Punktetabelle schaffen. Es haben zwar alle Teams mehr oder weniger große Ausbaustufen angekündigt, doch Sauber hat im Vergleich zu seinen Gegnern Force India, Williams, McLaren, Toro Rosso und Lotus einen kleinen Vorteil. Das Auto ist zwischen 10 und 15 Kilogramm leichter. Damit hat man zwischen 0,3 und 0,5 Sekunden Zeitgewinn garantiert in der Tasche. Das ist Physik. Bei Aerodynamikänderungen weiß man nie, ob die Strecke das hält, was der Windkanal verspricht.

Mit dem Federgewicht Esteban Gutierrez im Cockpit liegt der Sauber C33 jetzt erstmals unter dem Gewichtslimit von 691 Kilogramm, und die Ingenieure können mit Ballast agieren. Also endlich Gleichstand mit der direkten Konkurrenz. Der um 12 Kilogramm schwerere Adrian Sutil schafft die Schallmauer noch nicht ganz, reduziert aber dank der Abspeckmaßnahmen am Auto seinen Zeit-Nachteil zu Gutierrez.

Feintuning an der Aerodynamik

Sauber hat auch beim Motor und der Aerodynamik aufgerüstet. Eine neue Software soll dem Ansprechverhalten des Ferrari V6-Turbo auf die Sprünge helfen und zuverlässiger Leistung von den Elektromaschinen einspeisen. Außerdem gibt es Verbesserungen beim Brake-by-wire, das die Fahrer in den ersten vier Rennen immer wieder mal böse überrascht hat.

Die Aerodynamikabteilung steuert einen modifizierten Frontflügel, eine enger anliegende Motorverkleidung, Strömungsausrichter auf den Seitenkästen und geänderte Leitbleche  bei. Das alles hilft aber nichts, wenn das Auto nicht ins Ziel kommt. Deshalb gilt für Adrian Sutil: "Nach drei Ausfällen in Folge müssen wir endlich ankommen."

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Der neue Sauber ist in vielen Bereichen noch eine Baustelle.

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