Charles Leclerc - Sauber - GP Brasilien 2018 Wilhelm
Ocon vs. Perez - Formel 1 - GP Brasilien 2018
Start - Formel 1 - GP Brasilien 2018
Lewis Hamilton - Formel 1 - GP Brasilien 2018
Max Verstappen - Formel 1 - GP Brasilien 2018
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Sauber steckt sich hohe Ziele

2019 soll Platz 6 her

Der achte Platz in der Team-WM ist so gut wie abgesichert. Für 2019 strebt Sauber weiter nach oben. Der Schweizer Rennstall hat sich den sechsten Platz zum Ziel gesetzt.

13 Mal hat Sauber in dieser Saison gepunktet, die in einem Rennen Geschichte ist. Zuletzt drei Mal in Serie. Der Doppelschlag mit acht Punkten in Mexiko und sechs weiteren in Brasilien hat Toro Rosso praktisch den Todesstoß versetzt. Es müsste schon ein Chaosrennen in Abu Dhabi her, dass der Rennstall aus Faenza neun Punkte aufholt und Sauber noch vom achten Platz verdrängt. „Sicher ist es erst, wenn die Zielflagge fällt. Wenigstens haben wir keinen Regen zu erwarten“, scherzt Sauber-Teammanager Beat Zehnder.

Routine statt jugendlicher Elan

In Brasilien war der Sauber C37 das schnellste Auto aus dem Mittelfeld. Die Fahrer qualifizierten sich hinter den drei Topteams und vor den höher gehandelten HaasF1. Das Rennen trübte nur der Ausfall von Marcus Ericsson. Sauber hatte den Speed für doppelte Punkte. Es hätte nach dem besten Qualifying auch das beste Rennergebnis des Jahres geben können. Doch Marcus Ericsson legte sich in der Startphase mit Romain Grosjean an und bezahlte es mit einem zerrissenen Unterboden. Sein C37 war danach unfahrbar.

Marcus Ericsson - Formel 1 - GP Brasilien 2018
xpb
Marcus Ericsson schied in Brasilien aus.

Charles Leclerc verteidigte sich am Start und flog danach den Mittelfeld-Rivalen davon. Der Monegasse erlebte ein problemfreies Rennen. „Immer wenn die anderen Tempo machen, konnten wir nachlegen“, berichtete Zehnder. Nur Daniel Ricciardo im Red Bull war nicht zu halten. Leclerc hängte seinen ersten Verfolger Grosjean um sieben Sekunden ab. Es war ein weiteres Empfehlungsschreiben für höhere Aufgaben, das Leclerc gar nicht mehr braucht. 2019 fährt er sowieso an der Seite von Sebastian Vettel bei Ferrari.

Kimi Räikkönen ersetzt ihn bei Sauber. Statt jugendlicher Frische treibt das Team aus Hinwil 2019 die Routine an. Ersatzmann Antonio Giovinazzi bekommt das Cockpit von Ericsson. Es soll weiter aufwärts gehen. Sauber, das 2016 Vorletzter und 2017 abgeschlagen Letzter wurde, will das Mittelfeld aufrollen. „Wir wollen auf den sechsten Platz. Das muss bei unserer Entwicklung in den letzten Monaten die Zielsetzung sein“, sagt Sauber-Urgestein Zehnder. „Und wenn man sich 2018 anschaut, haben wir die ersten Rennen verschenkt. Allein deswegen können wir schon mehr Punkte holen.“

Partnerschaft mit Ferrari

Das Mittelfeld wird 2019 vermutlich noch umkämpfter sein. Force India steht mit den Stroll-Millionen endlich auf einem soliden Fundament. Toro Rosso wird technisch noch stärker mit Red Bull zusammenarbeiten. Man orientiert sich am Beispiel HaasF1 und Ferrari. McLaren will ein Seuchenjahr vergessen machen. Gleiches gilt für Williams. Und ob sich Renault von der sechsköpfigen Gruppe lösen kann, bleibt abzuwarten.

Sauber hat die richtigen Voraussetzungen, weiter aufzurücken. Die Partnerschaft mit Ferrari ist eine gute Basis. Aus Italien kommt der aktuell stärkste Motor der Formel 1. Es ist anzunehmen, dass 2019 der nächste Power-Schritt kommt. Außerdem ist der Ferrari-Turbo zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Sauber hat 2018 kontinuierliche Schritte beim Verständnis des Autos gemacht und den C37 zwischenzeitlich bei jedem Rennen weiterentwickelt. Die Aero-Upgrades brachten das, was Windkanal und CFD versprachen.

Entwicklungsstart für C38 im Mai

Im Mai begann Sauber mit den Grundlagenstudien für das 2019er Auto. Ende des Monats stieß Simone Resta als neuer Technischer Direktor von Ferrari zu Sauber als Nachfolger von Jörg Zander. Ein weiteres Beweis für die noch engeren Verbindungen zu Ferrari. Die Ingenieure kümmerten sich zunächst darum, die eingebauten Fehler im C37 auszusortieren. Als die FIA das Regelwerk für 2019 finalisierte, stürzten sich die Designer, Aerodynamiker und Verpackungskünstler der Hybrid- und Motorenkomponenten auf das 2019er Projekt.

Zehnder glaubt nicht, dass die zwei Meter breiten, aber einfacher gehaltenen Frontflügel in langsamere Rundenzeiten münden. „Wir werden auf dem Niveau von 2018 liegen.“ Die Entwicklungsgeschwindigkeit gleicht die Einbußen aus. Der Schweizer sagt auch, dass die neuen Frontflügel keine Zusatzkosten verursachen. „Die Entwicklungszeit im Windkanal nutzt du sowieso voll aus. Ob du an einem neuen Flügel arbeitest oder ein bestehendes Konzept weiterentwickelst, macht keinen Unterschied.“

Der Entwicklungsfahrplan unter der Saison richtet sich nach den Wintertests. Wird der C38 so geboren, wie es die Ingenieure erhoffen, wird es eher viele kleine Upgrades in hoher Frequenz geben. Anders herum wären größere, gebündelte Upgrades notwendig, sollte die Basis floppen.

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