Felipe Nasr - GP Italien 2016 sutton-images.com
Pascal Wehrlein - GP Italien 2016
Podium - GP Italien 2016
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Der Sauber-Trick

Zwei Extra-Runden für Strafe

Für Felipe Nasr war der GP Italien eigentlich nach 4 Runden wegen Unfallschäden an seinem Sauber beendet. Doch nach einer 15-minütigen Pause stieg der Brasilianer wieder ein. Um eine Strafe abzusitzen, die seiner Meinung nach ungerechtfertigt war.

Das Rennen begann gut für Felipe Nasr. Platz 16 für den Sauber-Piloten. Damit hatte er gegenüber dem Training schon 2 Positionen gewonnen. Dann traf er in der ersten Schikane Jolyon Palmer. Nasr lag innen, Palmer außen. Der Sauber hatte die Nase vorn. Am Ausgang der Schikane verhakten sich die Räder. Zurück blieben zwei schwer verwundete Autos, die an den Boxen repariert werden mussten.

Beide Fahrer gaben sich gegenseitig die Schuld. Palmer schimpfte: „Ich lag in der ersten Schikane neben Nasr, als er entschied, mich von der Strecke zu schieben. Keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat. Ich bin so weit wie möglich ausgewichen, ohne dass ich einen Dreher riskiere.“

Für Sauber-Teammanager Beat Zehnder stellte sich der Fall ganz dar: „Wenn es nach den FIA-Regeln geht, dann liegt die Verantwortung bei Palmer. Weil Felipe klar vorne lag. Klarer geht es gar nicht. Also darf er die Strecke voll nutzen.“

„Der Hintermann muss schauen, wo er bleibt. Palmer hätte auch vom Gas gehen können. Das Thema wurde mit Charlie Whiting beim Teammanager-Treffen nach den Vorfällen mit Verstappen und Kimi noch einmal angesprochen. Wer vorne liegt, hat das Recht auf die Straße.“

Nach 15 Minuten Pause: Wo ist Nasr?

Die Sportkommissare entschieden anders. Nasr bekam die Strafe. 10 Sekunden Absitzen beim nächsten Boxenstopp. „Ich konnte es nicht glauben“, ärgerte sich Teamchefin Monisha Kaltenborn. „Wir sind davon ausgegangen: Wenn einer bestraft wird, dann Palmer.“

Nasr stieg nach zwei Proberunden aus dem Auto aus. Sein Sauber war im Bereich des Unterbodens schwer beschädigt. Das kostete 40 Punkte Abtrieb. Oder 3 Sekunde pro Runde. Sinnlos weiterzufahren.

Sauber meldete das Auto als ausgefallen. Für Zehnder war klar, dass die Sache als „Rennunfall“ gewertet wird. Bis sich aus heiterem Himmel die Sportkommissare meldeten. „Da habe ich mir gedacht, dass es gut wäre, wenn wir die Strafe noch vor Ort absitzen.“

Doch wo war Nasr? Der Brasilianer hatte längt den Helm abgenommen und sich ins Motorhome verdrückt. „Zum Glück hatte er den Overall noch an.“

Sauber wollte Strafe für Singapur vermeiden

Nach 15 Minuten Pause setzte sich Nasr wieder ins Auto, fuhr eine Runde, kam an die Box um die Strafe abzusitzen, fuhr noch eine Runde und stieg wieder aus. Damit war sein Rennen endgültig vorbei. Und er muss keine Angst haben, in Singapur zu büßen für etwas, das er in Monza angeblich verbrochen hat.

Zehnder erklärt: „Es kann passieren, dass du sonst eine Strafe für das nächste Rennen bekommst. Bei 10 Sekunden wären das 3 Startplätze. Das liegt im Ermessen der Sportkommissare. Wir wollten es aber nicht darauf ankommen lassen.“

Sauber ist das mit Esteban Gutierrez schon einmal passiert. Damals blieben die Kommissare hart und verpassten dem Mexikaner eine Startplatzstrafe für das folgende Rennen.

Motorsport Aktuell Felipe Nasr - GP Italien 2016 Rennanalyse GP Italien 2016 Nasr-Comeback nach 15 Minuten Pause

Warum ging Felipe Nasr nach seinem Ausfall nochmal auf die Strecke? Was...

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