Sauber und der Monaco-Fluch

"Das ist Roulette und wir würfeln mit"

Pedro de la Rosa Foto: xpb 48 Bilder

Der Stadtkurs von Monaco gehört nicht gerade zu den Lieblingsstrecken von Peter Sauber. In engen Kurven und auf Bodenwellen zeigte das Auto in der Vergangenheit traditionell Schwächen. In diesem Jahr könnte das allerdings anders aussehen.

Das vorsichtig formulierte Ziel von Teamchef Peter Sauber lautete vor der Saison, mit beiden Autos konstant in die Punkte zu fahren. In Barcelona gelang das Kunststück. In Monte Carlo könnte das etwas schwieriger werden.

Die Bilanz aus den letzten elf Jahren spricht eine deutliche Sprache. Von 22 gestarteten Sauber-Autos sahen acht die Ziellinie gar nicht. Sechs landeten auf einem zweistelligen Platz. In diesem Jahrtausend gab es nur zwei Höhepunkte. 2008 fuhr Robert Kubica im Regen bis auf Platz zwei. 2007 brachte man das einzige Mal beide Autos in die Punkte, als Kubica und Nick Heidfeld auf den Rängen sechs und fünf einliefen.

"Betrachtet man die Historie, dann ist Monaco sicher nicht unsere stärkste Strecke", gibt Technikchef James Key zu. "Es ist schwierig zu sagen, ob wir in diesem Jahr besser sind. Das hängt auch viel von den Reifen ab."

In Monaco wird Pirelli erstmals die superweichen Reifen ins Rennen schicken. Wenn sich die wie bei den Wintertests innerhalb von wenigen Kilometern auflösen, könnte das Sauber helfen. Allerdings war man damals auf einer permanenten Rennstrecke unterwegs.

Reifen als Joker für Sauber

Die weißen Autos gehören zu den Reifenflüsterern im Formel 1-Feld. In Spanien brachten es die Schweizer als einziges Team fertig, die weichen Reifen zu schonen und trotzdem die harten Reifen auf Arbeitstemperatur zu bringen.

Die Gummis könnten also helfen. Das außergewöhnliche Layout des Leitplankendschungels ist dagegen nicht auf den C30 zugeschnitten. "Wir haben zuletzt sehr viel Arbeit investiert, um das Verhalten unseres Autos bei geringeren Geschwindigkeiten zu analysieren", erklärt Key. "In Shanghai und der Türkei haben wir im Qualifying vor allem in den langsamen Kurven Zeit verloren. In den anderen Abschnitten waren wir dagegen ziemlich gut."

Sauber mit Updates in die Punkte?

Zuletzt konnte das Team aber Fortschritte in diesem Bereich feststellen. Mit James Key fährt der Sauber endlich mehr Federweg auf der Hinterachse. Davon profitieren vor allem die Traktion aus engen Ecken und das Fahrverhalten auf Bodenwellen. Die Hoffnung gibt der Technik-Leiter längst nicht auf, den Monaco-Fluch zu besiegen.

"Wir haben daran gearbeitet und ich glaube, wir haben in Spanien schon einen Schritt nach vorne gesehen. Für Monaco kommen diesbezüglich noch einige weitere Updates auf der mechanischen Seite, die uns helfen sollten."

Sauber beim Roulette-Spiel dabei

Teamchef Peter Sauber gibt sich beim Formulieren von Zielen. Das erfahrene Grand Prix-Urgestein kennt die Tücken des Traditionsrennens so gut wie kaum ein anderer: "Das ist Roulette und wir würfeln mit. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Ich erwarte gar nichts in Monaco."

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