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Sauber C37 - Alfa Romeo - F1-Auto 2018
Sauber C37 - Alfa Romeo - F1-Auto 2018
Sauber C37 - Alfa Romeo - F1-Auto 2018
Sauber C37 - Alfa Romeo - F1-Auto 2018 34 Bilder

Sauber blamiert Williams und McLaren

Jedes Upgrade funktioniert

Sauber hat sich im Mittelfeld der Formel 1 etabliert. Seit dem GP Monaco wird das Auto Rennen für Rennen aufgerüstet. Jedes Upgrade funktioniert. In der Boxengasse zählen die Schweizer konstant zu den Schnellsten. Auch taktisch ist Sauber top.

Elf Rennen, sieben Mal in den Punkterängen. Das ist nicht die Bilanz eines Top-Teams, sondern von Sauber. Im letzten Jahr war der Schweizer Rennstall mit großem Abstand noch Letzter im Feld. Nach elf Rennen liegen die Eidgenossen sicher auf dem 9. Platz. Vor der Sommerpause soll noch Toro Rosso geknackt werden. Red Bulls B-Team hat nur noch zwei Punkte Vorsprung.

Vom Speed her könnte Sauber selbst McLaren und Force India noch gefährlich werden. Doch da ist der Abstand mit 41 Zählern schon zu groß. Der Sauber C37 hat sich seit dem Triple im Mittelfeld etabliert. Charles Leclerc ist Stammgast im Q3. Auf die Renault fehlten in Hockenheim nur zwei Zehntel, auf HaasF1 eine halbe Sekunde. Force India, McLaren, Toro Rosso und Williams schauten dem Sauber in den Auspuff.

Jedes Rennen neue Teile am Sauber

Sauber - GP Deutschland - Hockenheim - Formel 1 - Freitag - 20.7.2018
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Sauber baute die Seitenkästen komplett um. Ab der Sommerpause soll die Entwicklung am aktuellen Auto aber eingestellt werden.

Seit dem GP Monaco bringen die Ingenieure bei jedem Rennen neue Teile ans Auto. Und alle haben so funktioniert wie von der Simulation versprochen. „Fünf Punkte Abtrieb im Windkanal sind bei uns fünf Punkte auf der Strecke. Es gab schon Zeiten, da waren es minus zwei“, freut sich Teamchef Frédéric Vasseur.

Seine Strategie, das Auto in kleinen Schritten aufzurüsten hat sich bewährt. „Sie ist auch ein bisschen aus der Not heraus geboren, weil wir nicht die Produktionskapazität haben, ständig große Pakete zu bauen“.

Vasseur sagt aber auch: „Kleine Schritte helfen beim Verständnis. Wenn ein großes Aero-Upgrade nicht funktioniert ist es schwierig herauszufinden, welche Elemente schuld sind.“ Der große Bruder Ferrari macht es übrigens genauso. Auch mit Erfolg.

Im Vergleich aller Entwicklungsstufen von Sauber in dieser Saison war das Upgrade von Hockenheim das größte. Eine geänderte Luftführung innerhalb des Autos verbesserte die Durchströmung, reduzierte den Luftwiderstand und lässt die heiße Luft an günstigeren Stellen ins Freie treten. Zum Beispiel an den Cockpitseiten. Als Konsequenz kann das Heck mehr geschlossen werden. Zusätzlich optimieren Zusatzflügel am Chassis die Strömung zum Heck.

Schon wieder in den Boxenstopp-Top-10

DHL Boxenstopp-Ranking GP Deutschland 2018
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Eigentlich wollte es Sauber nach dem Leclerc-Problem in Silverstone bei den Boxenstopps etwas langsamer angehen lassen.

Auch in anderen Disziplinen hat sich Sauber gesteigert. Obwohl die Mechaniker-Crew nach dem Missgeschick von Silverstone beim Boxenstopp eine Zusatzkontrolle eingebaut hat, landete Sauber auch in Hockenheim mit zwei Reifenwechseln in den Top Ten. Der Stopp von Marcus Ericsson war mit 2,33 Sekunden der drittschnellste, einer von Leclercs Reifenwechseln kam mit 2,81 Sekunden auf Platz 8.

Vasseur sieht die Boxenstopp-Statistik gelassen: „Mir sind Punkte lieber. Aber die Rangliste ist eine gute Motivation für unsere Jungs. Es zeigt ihnen, dass man etwas als Mannschaft erreichen kann, wenn man sich auf bestimmte Dinge fokussiert. Das Spezialtraining im Winter hat sich ausgezahlt.“

Auch taktisch hält Sauber mit seinen direkten Konkurrenten mit. Hockenheim war ein gutes Beispiel, auch wenn sich bei Leclerc der Wechsel auf Intermediates als Fehler erwies. Aber Sauber splittete wenigstens die Taktik. HaasF1, Renault und Williams setzten mit beiden Autos alles auf die Karte Intermediates.

„Leclerc lag auf Platz 11. Deshalb sind wir mit ihm das Risiko eingegangen. Wäre er auf Platz 6 gelegen, hätten wir auf Slicks gewechselt. Mit Ericsson sind wir bewusst die andere Taktik gefahren. So konnten wir sicher sein, dass einer von beiden richtig liegt“, verrät Vasseur.

Für Fahrer ist Sauber wieder attraktiv

Noch nicht geklärt ist, wer nächstes Jahr bei Sauber fährt. Da muss Vasseur auf den Anruf von Ferrari warten. Und das kann nach dem plötzlichen Tod von Sergio Marchionne dauern. Wenn Charles Leclerc schon 2019 Teamkollege von Sebastian Vettel wird, muss sich Sauber nach einer Alternative umsehen.

Der Teamchef macht sich aber keine großen Sorgen: „Wir sind inzwischen für Fahrer interessant, die vorher nicht einmal über uns nachgedacht haben.“ In Hockenheim drückte sich zum Beispiel Stoffel Vandoornes Manager im Sauber-Motorhome herum.

Motorsport Aktuell Charles Leclerc - GP England 2018 Sauber-Pech beim Boxenstopp Gewinde auf Gewinde

In Spielberg landeten beide Sauber in den Punkterängen.

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