Sauber zu langsam

Sutil-Renner muss Diät halten

Adrian Sutil - GP Australien 2014 Foto: Sauber 43 Bilder

Mit den Plätzen elf und zwölf in Melbourne kann Sauber nicht zufrieden sein. Die Schweizer hinken der Konkurrenz deutlich hinterher. Das Auto bringt noch zu viel Gewicht auf die Waage. Die Rundenzeiten sprechen Bände.

Die Analyse der Hackordnung nach dem ersten Rennen der Saison fiel in einem Punkt ziemlich eindeutig aus: Sauber war in Australien zu langsam. Im vergangenen Jahr hieß die direkte Konkurrenz noch Force India, Williams oder Toro Rosso. Von diesen Teams waren die Schweizer beim Saisonauftakt aber weit entfernt.

Sauber kämpft gegen Hinterbänkler

Stattdessen kämpfte man mit Max Chilton im Marussia, der ebenfalls von einem Ferrari-Motor angetrieben wird. Selbst mit der Disqualifikation von Daniel Ricciardo gab es am Ende keine Punkte. Immerhin schafften es beide Autos des Schweizer Rennstalls ins Ziel.

Die beiden Piloten fanden deutliche Worte für ihr Abschneiden in Melbourne. "Uns fehlt einiges an Geschwindigkeit. Wir müssen als Team sicherstellen, diese Dinge auf die Reihe zu bekommen", fordert Esteban Gutierrez.

Adrian Sutil fordert: "Wir müssen schneller werden." Neben der fehlenden Geschwindigkeit machten technische Probleme Sorgen. Gutierrez kam in der ersten Runde mit Sergio Perez aneinander, Sutil fuhr bis zum ersten und einzigen Boxenstopp ohne die Unterstützung einer der beiden Elektromotoren.

Schafft Sauber wie 2013 die Trendwende?

"Wir kennen die Gründe für diese Performance, mit der wir nicht zufrieden sind, und arbeiten daran", sagt Teamchefin Monisha Kaltenborn. Die Verbesserungsmaßnahmen konzentrieren sich vor allem auf das Gewicht. Der C33 ist zu schwer. Die Fahrer sind ohnehin schon ein Strich in der Landschaft, da gibt es nichts mehr zu holen.

Auch die Antriebseinheit von Ferrari ist ein Punkt auf der Agenda der Schweizer. "Da sind unsere Möglichkeiten aber begrenzt, ich denke, Ferrari ist aber auch nicht zufrieden", so Kaltenborn. Ein Grund für die nun aufgetretenen Schwierigkeiten sieht die Chefin darin, dass man Kompromisse machten musste, weil der Ferrari-Motor erst so spät fertig wurde. Innerhalb der nächsten drei Rennen will Kaltenborn den C33 wieder flott machen. "Wir haben es auch letztes Jahr geschafft, die Trendwende hinzubekommen", sagt sie.

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