Esteban Ocon - Force India - GP Ungarn 2017 - Budapest xpb
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Schadensbegrenzung für Force India

Perez und Ocon schon wieder im Clinch

Das Mittelfeld ist größer geworden. Diesmal sahnte McLaren die meisten Punkte ab. Force India betrieb Schadenbegrenzung. Sergio Perez und Esteban Ocon holten zum neunten Mal Punkte im Doppelpack. Trotz Kollision in der ersten Runde.

Der Vorsprung wird größer. Force India knackte rechtzeitig zur Sommerpause die 100 Punkte-Marke und liegt nun 60 Zähler vor Williams, die leer ausgingen und immer tiefer ins Niemandsland abstürzen. Das ist schon die halbe Miete für den vierten Platz in der Konstrukteurs-Wertung. „Wir müssen trotzdem wachsam sein“, warnte Sportdirektor Otmar Szafnauer. „Solange von unseren Gegnern mal der eine, mal der andere punktet, sind wir sicher. Doch das kann sich ändern.“

Es gibt im hart umkämpften Verfolgerfeld hinter den drei Topteams nur eine Konstante. Force India kam in elf Rennen neun Mal mit beiden Autos in die Punkteränge. McLaren, Toro Rosso und Renault hatten schnellere Autos für den Hungaroring, doch sie machten keinen entscheidenden Boden auf Force India gut. McLaren-Honda holte 9 Punkte am Stück, stellt aber für den WM-Vierten noch keine Gefahr dar. Toro Rosso kam nur mit einem Auto in die Top 10. Sergio Perez und Esteban Ocon egalisierten die sechs Zähler von Carlos Sainz mit den Plätzen 8 und 9.

Am Freitag lag Force India noch weit weg von der üblichen Form. Auch der Samstag verlief nicht nach Maß. Beide Fahrer schieden im Q2 aus. In den langsamen und mittelschnellen Kurven fehlte es den rosaroten Autos an Abtrieb. Die aerodynamische Effizienz des Force India ist wie der Mercedes für schnellere Strecken ausgelegt.

Perez verlor Platz 6 in den Boxen

Im Rennen zeigte das Team aus Silverstone seine größte Qualität. Force India macht das Beste aus der Situation. Dabei hatten die beiden Fahrer schon wieder Feindkontakt. Perez boxte sich in einer chaotischen ersten Runde an Ocon vorbei. „Wir werden sie noch einmal daran erinnern müssen, dass sie sich nicht ins Auto fahren sollen“, seufzte Szafnauer. Das Auto von Perez trug nach der Kollision Blessuren am Frontflügel davon. Bei Ocon ging der Unterboden zu Bruch. Das wirkte sich negativ auf die Balance aus. Ocon konnte das Tempo von Perez nicht halten und lag im Ziel 8,7 Sekunden hinter seinem Teamkollegen.

Sergio Perez - Force India - GP Ungarn 2017 - Budapest - Rennen
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Perez behielt im Force India-Duell die Oberhand.

Perez spürt den Druck von Ocon immer stärker. Zum zweiten Mal in Folge verlor der WM-Siebte nun ein Trainingsduell gegen den Franzosen. Doch im Rennen ist Perez eine Klasse für sich. Aggressiv im Zweikampf, sanft im Umgang mit den Reifen. „Wenn Ocon Checo schlagen will, muss er besser starten und darf ihm nicht ins Auto fahren“, zuckte Szafnauer mit den Schultern.

Teamchef Bob Fernley hakte das Ergebnis als optimale Schadensbegrenzung ab „auf einer Strecke, die uns nicht liegt.“ Tatsächlich hätte Force India noch besser abschneiden können. Perez verlor beim Boxenstopp 2 Sekunden, weil sich rechts hinten das Rad gegen die Montage sträubte. „Wir hatten an der Stelle einen neuen Mann. Der alte arbeitet auf eigenen Wunsch nicht mehr im Rennteam, sondern in der Fabrik. Das muss sich erst einspielen“, erklärte Szafnauer. Der Amerikaner ist sicher: „Mit einem normalen Stopp wäre Perez vor Sainz und Alonso auf die Strecke gekommen.

Auf dem Plan B steht auch Wehrlein

Der große Vorsprung auf den WM-Fünften ist für Force India kein Anlass, Routine einkehren zu lassen. “Wir müssen unser Auto verbessern, damit wir auf allen Streckentypen schnell sind. Renault ist als Werksteam jetzt ein echter Maßstab für uns. Sie haben zuletzt einen großen Schritt gemacht. Wenn wir deren Entwicklungstempo halten können, dann rücken wir auch näher an die Top 3 heran„, ist Szafnauer überzeugt.

Force India will die Sommerpause dazu nutzen, den Vertrag mit Perez um ein weiteres Jahr zu verlängern. “Wir stehen kurz davor. Es ist unser Ziel, mit dieser Fahrerpaarung weiterzufahren.„ Und wenn nicht? “Wir haben einen Plan B„, sagt Force Indias Sportdirektor und macht den Deutschen Fans Hoffnung: “Auf der Liste der Fahrer, die wir in diesem Fall anschauen würden, steht auch Wehrlein.„

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Sebastian Vettel kämpfte mit einer beschädigten Lenkung.

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