Schlechte Nachricht für Red Bull

Begräbt Pirelli den neuen Reifen?

Kimi Räikkönen - Lotus - GP Spanien 2013 Foto: xpb 18 Bilder

Nachdem Lotus ankündigte, keiner Reifenänderung zuzustimmen, überlegt Pirelli den Einsatz des neuen Reifens komplett abzublasen. Obwohl am Freitag entgegen erster Wetterprognosen genügend Zeit zum Testen der neuen Gummis blieb.

Die Wetterprognosen für den Freitag standen auf Dauerregen. Damit wäre auch der von Pirelli geplante Test des neuen Hinterreifens, der das Delaminieren der Lauffläche verhindern soll, ins Wasser gefallen. Doch Petrus hatte ein Einsehen. In den letzten 15 Minuten des ersten Trainings und den 90 Minuten der zweiten Sitzung kamen Slicks zum Einsatz.

Darunter auch der viel diskutierte neue Testreifen von Pirelli. Für die Teams reichten die Informationen aus, um herauszufinden, ob sich mit den neuen Reifen das Fahrverhalten dramatisch ändert.

McLaren-Sportdirektor Sam Michael erklärte: "Nach einem Stint, also rund 20 Runden, wissen wir Bescheid. Wir orientieren uns an drei Fragen: Stößt der Reifen durch die Verformung gegen die Bremsbelüftungen oder den Unterboden? Wie wird die Aerodynamik beeinflusst? Dabei nehmen wir die Werte der Staudrucksensoren als Anhaltspunkt. Und wie sieht das Temperaturprofil über die Lauffläche aus?"

Lotus als Hardliner in Sachen Reifen

Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer gibt sich gelassen. "Sollten unsere Ergebnisse zeigen, dass sich bei unserem Auto mit der neuen Karkasse nichts am Fahrverhalten ändert, haben wir kein Problem damit, wenn bei nächster Gelegenheit der Reifen im Rennen zu Einsatz kommt."

Kaum zeigt Force India ein Entgegenkommen, tut sich Lotus als Hardliner hervor. Pirelli-Reifenchef Paul Hembery zuckte mit den Schultern: "Wir hören von Lotus, dass sie keiner Änderung zustimmen wollen. Wenn das so ist, werden wir mit den alten Reifen für den Rest der Saison weiterfahren. Wir werden dann vielleicht noch ein paar Vierstopp-Rennen haben, aber was sollen wir tun? Die Teams werden nie zu einer Einigung finden."

Aktuelle Reifen modifiziert

Eine Entscheidung darüber soll am Montag nach dem GP Kanada getroffen werden. Das sind schlechte Nachrichten für Red Bull, wo man seit Wochen um andere Reifen kämpft. Am liebsten die 2012er Konstruktionen. Pirelli behält sich aber vor, die aktuelle Reifengeneration vor dem GP England in drei Wochen leicht zu modifizieren. Die Konstruktion bliebe gleich, nur der Anteil an Klebstoff würde an den kritischen Stellen erhöht.

Das Grundproblem, das allen Schäden an den Hinterreifen zugrundeliegt ist, dass die Lauffläche zunächst beschädigt wurde und sich dann im Gummi eine Blase bildete, die sich durch die Erwärmung so lange aufgebläht hat, bis sie zerplatzt ist. Danach zog es die ganze Lauffläche vom Unterbau. Wird mehr Klebemittel eingebracht, dann lösen sich nur noch kleinere Gummistücke heraus. Die Fachleute sprechen von "chunking".

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