Formel 1 GP Monaco 2013 Fernando Alonso Ferrari
Ferrari F138 DRS 2013 - F1 Technik Piola
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Schlechter Tag für Ferrari

Ferrari war es zu kalt

Ferrari hatte sich für den GP Monaco mehr erwartet als die Startplätze 6 und 22. Felipe Massa bezahlte für einen bösen Crash im Morgentraining. Fernando Alonso schaffte mit 0,948 Sekunden Rückstand auf die Trainingsbestzeit nur den sechsten Startplatz. Den Ferrari war es im Training zu kalt.

Fernando Alonso und Felipe Massa spürten schon bei der ersten Ausfahrt am Samstagmorgen, dass der Samstag nicht der Tag von Ferrari werden würde. "Alle anderen sind eine Sekunde schneller als am Donnerstag gefahren. Wir blieben auf unseren Zeiten stehen", klagte Felipe Massa. Fernando Alonso lieferte im dritten freien Training den Beweis. Mit 1.15,286 Minuten rangierte er zwar als Viertschnellster im Feld, doch er verlor auf Nico Rosberg neun Zehntel. Und der Spanier war am Donnerstag mit den Supersoft-Reifen bereits eine Zeit von 1.15,196 Minuten gefahren. Der Mercedes-Pilot hatte sich gegenüber dem Donnerstag immerhin um 0,381 Sekunden gesteigert.

Alonso: "Müssen Probleme noch verstehen"

Alonso räumte seine Enttäuschung ein: "Ich bin mit unserer Leistung nicht zufrieden. Wir haben ein Problem mit dem Auto, das wir noch verstehen müssen. Es ist möglich, dass die Temperaturen für uns zu niedrig waren. Die Setup-Korrektur hat nicht funktioniert. Deshalb sind wir wieder auf die Donnerstagsabstimmung zurück." Massa wurde deutlicher: "Die Mercedes und Red Bull haben ihre Reifen viel schneller auf Temperatur gebracht als wir. Uns war es zu kalt."

Das Phänomen war bereits in Melbourne zu beobachten. Auch da machte Ferrari bei den kühlen Trainingsbedingungen eine bescheidene Figur. Der F138 braucht zu lange, um Temperatur in die Reifen zu bringen. Dafür schont er sie über die Distanz auch besser. Melbourne hat es gezeigt. Alonso macht sich trotzdem wenig Hoffnungen: "Vom sechsten Startplatz ist ein Sieg in Monte Carlo ziemlich unwahrscheinlich. Aber auf dieser Strecke weiß man nie. Du kannst in Monte Carlo immer mehr falsch als richtig machen. Wir müssen hoffen, dass wir morgen unsere Möglichkeiten optimal nutzen können."

Massa bremste auf einer Bodenwelle

Für Felipe Massa wird es eine Titanenaufgabe in die Punkte zu fahren. Nach seinem Unfall im Morgentraining in der Ste. Dévote-Kurve war der Brasilianer nur Zuschauer. "Wir hätten 20 Minuten mehr gebraucht, um das Auto zu reparieren", ärgerte sich Massa. Was zunächst wie ein technischer Defekt aussah, stellte sich als Fahrfehler heraus. "Ich habe auf einer Bodenwelle gebremst. Dadurch setzte das Auto auf, was beide Vorderräder blockieren ließ. Aus der Falle kam ich nicht mehr raus. Ich habe zuerst links die Leitplanke touchiert, dann kam die Mauer rasend schnell auf mich zu. Es war kein schönes Gefühl."

Der Vize-Weltmeister von 2008 stieg mit leichten Schulterschmerzen aus, reckte aber schnell den Daumen nach oben: "Dem Auto geht es schlechter als mir. Da fehlen drei Ecken, und auch das Getriebe ist kaputt. Ich war so darauf konzentriert, dass wir das Auto noch reparieren können, dass ich nach den Verzögerungskräften und der Einschlaggeschwindigkeit gar nicht gefragt habe. Der Aufprall war jedenfalls hart genug, dass die Warnlampe im Cockpit ansprang. Deshalb musste ich zum Check auf die Krankenstation."

Ist der Sonntag damit für ihn verloren? Massa meint tapfer: "Monte Carlo ist zwar die schlimmste Strecke, so ein Problem zu haben, aber hier kann alles passieren. Vielleicht gibt es ja ein paar Safety-Car-Phasen, die mir helfen." Massa wird dabei an das Rennen seines Teamkollegen von 2010 gedacht haben. Alonso startete nach einem Trainingsunfall als Letzter und kam als Sechster ins Ziel.

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Nico Rosberg ließ in Monaco auch im Qualifying niemandem eine Chance.

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