Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020 F1/FIA
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
Rote Flagge - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
Impressionen - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020 51 Bilder

Schmidts F1-Blog: Warum immer ein neuer Asphalt?

Schmidts F1-Blog zu GP Türkei Warum immer ein neuer Asphalt?

Gefühlt wird jede Rennstrecke jedes Jahr neu asphaltiert. Entweder in Teilen oder ganz, so wie zuletzt in Portimao oder Istanbul. Das viele Geld könnte man sich sparen, meint Michael Schmidt. Neuer Asphalt macht die Rennen nicht unbedingt besser.

Schon in Portimao habe ich mich gefragt: Warum musste die Strecke vor dem Grand Prix neu asphaltiert werden? Und jetzt in Istanbul wieder. Es sind aber nicht nur die neuen oder neuen alten Strecken im Kalender, die eine neue Teerschicht bekommen. Gefühlt passiert das überall und jedes Jahr. Selbst in Monte Carlo haben sie den Kurs über mehrere Jahre hinweg in kleinen Segmenten neu asphaltiert.

Wozu, wenn es nicht offensichtliche Schäden am Streckenbelag gibt? Um Bodenwellen auszubügeln? Die Konstrukteure sollen Autos bauen, die mit Bodenwellen klarkommen. Es gibt nichts langweiligeres als spiegelglatte Strecken. Selbst die Fahrer sagen das.

Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
xpb
Der neue Belag bietet kaum Haftung und lässt die Autos stark rutschen.

Betten, dass es nicht regnet

Unruhe im Auto vermittelt Speed. Und Unebenheiten an den Bremspunkten oder in Kurven fordern die Fahrer. Ich habe auch nichts gegen einen Flickenteppich. Da eine Passage mit einem glatteren Asphalt, dort eine mit mehr Grip. Das gibt der Rennstrecke ein Gesicht und den Fahrern und Ingenieuren eine zusätzliche Aufgabe.

Leider hat sich in den letzten zehn Jahren ein neuer Asphalttyp eingebürgert, der erst einmal Jahre lang sein Öl ausschwitzen muss, bevor er zu gebrauchen ist. Vorher rutschen die Autos nur herum. So wie in Portimao oder jetzt in Istanbul. In der ersten Trainingssitzung waren die Autos zehn Sekunden langsamer als vor neun Jahren. Das nenne ich Fortschritt. Eigentlich sollten sie zwei oder drei Sekunden schneller sein.

Die Streckenbetreiber geben für eine Komplett-Asphaltierung siebenstellige Summen aus. In den meisten Fällen könnten sie sich das sparen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Belag im Istanbul Park so schlecht war, dass man ihn hätte auf der ganzen Länge ausbessern müssen.

Jetzt müssen sie beten, dass es am Wochenende nicht regnet. Selbst Pirelli sorgt sich um den Grip, sollte der Mix aus Wasser und Öl für eine Rutschbahn sorgen. Wenig Grip bedeutet auch immer, dass Reifentemperaturen den großen Unterschied ausmachen und nicht die Fahrer oder das Auto. Wer es schafft, die Reifen in ihr Fenster zu bringen, hat einen riesigen Vorteil.

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